Do-it-yourself: hochwertige und attraktive Vinyl-Böden verlegen

Heimwerker beim Bodenverlegen

Vinyl-Böden erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Vorteile dieses Bodenbelags und die Vielfalt an Farben und Dekoren eröffnen attraktive Möglichkeiten der Wohnraumgestaltung. Vor der Wahl des Designs stellt sich die Frage nach der Methode: Soll Vinyl geklebt oder geklickt werden?

Die Wahl der Vorgehensweise ist keine Frage der Optik

Klassisches Klebevinyl und Klick-Vinyl-Laminat sind in einer Fülle von Ausführungen erhältlich. Große Hersteller bieten viele Dekore in beiden Varianten an. Das Kleben von Vinyl erfordert handwerkliches Können und Erfahrung. Es hat gute akustische Eigenschaften, eine Trittschalldämmung ist nicht zwingend notwendig. Der Untergrund muss plan sein, ein Betreten des Bodens ist frühestens nach der vollständigen Trocknung des Klebstoffs möglich. Geklebte Vinylböden sind stabil und aufgrund der geringen Aufbauhöhe renovierungsfreundlich.

Wohnzimmer mit Vinyl-Böden

Ambitionierte Heimwerker und DIY-Fans wählen Klick Vinyl-Böden

Klicklaminat ist unkompliziert, in schönen Dekoren und verschiedenen Preisklassen lieferbar. Auf HolzLand.de (W) lässt sich dieses sogar ganz einfach online bestellen. Für das Verlegen von Klick Vinyl-Böden sind weder Spezialwerkzeuge noch Kleber notwendig. Einzelne Dielen sind austauschbar. Der Boden ist tolerant gegenüber Unebenheiten und ohne Wartezeit betretbar. Was sollten Heimwerker bedenken? Unter Beachtung einiger Tipps und Kniffe gelingt das schwimmende Verlegen:

  • Die neuen Dielen in geschlossenen Paketen für 48 Stunden zur Akklimatisierung im Verlegeraum lagern.
  • Auf mineralischem Untergrund ist eine PE-Folie zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit notwendig.
  • Eine Trittschalldämmung ist sinnvoll, der Hohlraum zwischen Diele und Untergrund begünstigt eine hohe Schallübertragung. Alternativ gibt es Trittschalldämmungen mit integrierter Dampfbremse, beispielsweise von uficell.
  • Auf altem Dielenboden das Verlegen des neuen Belags quer zum Untergrund vornehmen. Teppiche und PE-Schaum sind als Unterlage ungeeignet.
  • Die erste Dielenreihe gibt die Richtung für den gesamten Raum vor. Unebenheiten der Wand durch Zuschneiden der Dielen in Längsrichtung ausgleichen und mit dem Cuttermesser sauber abknicken. Folgereihen auf derselben Zimmerseite beginnen.
  • Das Quell- und Schwindverhalten der Dielen berücksichtigen und Dehnungsfugen einplanen. Verlegkeile erleichtern die Fugensicherung.
  • Der Bodenbelag „arbeitet“, die Verlegung innerhalb eines Tages abschließen.

Wie ist die Vorgehensweise beim Verlegen von Klick Vinyl-Böden?

Die Arbeit beginnt in einer Ecke. Die Federn der Dielen der ersten Reihe zeigen zur Wand. Die Längsfedern sollen mit der Deckfläche bündig sein und werden adäquat gekürzt. Die Dielen der ersten Reihe werden stirnseitig eingeklickt. Mithilfe von Abstandkeilen erfolgt die exakte Ausrichtung der eingeklickten Latten, der Wandabstand beträgt zumindest 3 Millimeter. Die zweite Reihe beginnt mit dem Dielenreststück der ersten.

Die Querfugen (stirnseitige Stöße der Planken) sollten zu den Querfugen der angrenzenden Reihen zum mindesten 30 Zentimeter Versatz aufweisen. Das Reststück sollte aufgrund dessen eine Länge von 30 Zentimetern nicht unterschreiten. Die erste Diele der zweiten Reihe soll mit der Federseite an der Nut der ersten Reihe leicht schräg anliegen. Durch Druck mit der Hand und gleichzeitigem Klopfen mit dem Schlagklotz auf die längsseitige Nut schließt sich die Fuge der Klick-Vinyl-Elemente. Mit Schlagklotz und Hammer erfolgt der stirnseitige Fugenschluss. Auf diese Weise entsteht Reihe um Reihe. Kleine Aussparungen für Heizungsrohre, Türrahmen und Ecken werden aufgezeichnet und mit dem Cuttermesser, wahlweise der Stichsäge ausgeschnitten.

Die letzte Dielenreihe benötigt erneut ein Anpassen an die Wand. Zu diesem Zweck die jeweiligen Latten deckungsgleich auf die zuvor verlegte Plankenreihe auflegen. Mithilfe einer zusätzlichen Diele lässt sich der Wandverlauf aufzeichnen und die Vinyldiele nachsägen. Für die letzte Diele der letzten Reihe kommt für das Zusammenfügen ein Zugeisen zur Anwendung.

Zum Abschluss der Arbeit: Alle Verlegekeile entfernen, Sockelleisten, Übergangsschienen und Abdeckrosetten für Heizkörperrohre anbringen.

(Bildrechte: © Holzboden: midascode @ pixabay / Heimwerker: Skitterphoto @ Pexels)

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