Worx WG-783E schnurloser Rasenmäher

Worx WG-783E schnurloser Rasenmäher
© Matthias Blaß

Nach den ganzen theoretischen Rasenmäher-Infos die letzten Wochen kommt heute endlich mal wieder ein echter Produkttest. Die Firma Worx hat mir freundlicherweise einen Akku-Rasenmäher zum Testen zur Verfügung gestellt: Den WORX WG 783E. Ich bin zwar eingefleischter Spindelmäher-Fan, aber ich wollte es mir natürlich nicht nehmen lassen, diesen Test durchzuführen und zu dokumentieren – obwohl wir ja nur eine recht kleine Rasenfläche haben. Aber dafür ist dieser Akkumäher ja genau richtig. Und vielleicht verlose ich den Mäher demnächst in einem kleinen Gewinnspiel.

Als das Paket kam, habe ich mich gleich in das Gerät verliebt. Denn die Farben von Worx – schwarz und orange – haben mich doch stark an meine alte Liebe erinnert: Motorräder von KTM 🙂 Aber auch wenn die Optik des Rasenmähers ähnlich sportlich wie eine KTM aussieht, so sollten doch mehr die praxistauglichen Eigenschaften zählen. Und die habe ich auch getestet.

Rasenmäher zusammen bauen.

Einzelteile des Worx WG-783E Akku-Rasenmähers

Einzelteile des Worx WG-783E Akku-Rasenmähers
© Matthias Blaß

Zuerst musste der Mäher zusammengebaut werden. Das ging erstaunlich schnell, denn die 10 Einzelteile im Karton sind bis auf 2 Sicherungsschrauben für den Haltegriff komplett werkzeuglos montierbar. Und für die beiden besagten Schrauben, mit denen der Haltegriff am Mähergehäuse gesichert wird, benötigt man nur einen Kreuzschlitz-Schraubendreher. Die beiden Teile des Haltegriffs werden mit 2 Klemm-Schraubverbindungen zusammengeführt. Das Kabel wird mittels zweier Klemmen an den Griffrohren festgeklemmt. Der Gras-Sammelbeutel, für den es einen separaten Griff gibt, wird einfach hinten unter die Abdeckklappe des Mähers eingeklemmt. Der mitgelieferte Akkublock wird mittig in das Gerät eingesetzt. Das war es auch schon. Hat keine 5 Minuten gedauert (ohne Anleitung).

Akku-Power statt Kabelsalat.

Akkublock mit Ladegerät

Akkublock mit Ladegerät
© Matthias Blaß

A propos Akku. Bisher musste man auf einen Benzinmäher ausweichen, wenn man keinen Stromanschluss in der Nähe seiner Rasenfläche hatte oder Angst, dass man das Kabel doch irgendwann zersäbelt. Seit einiger Zeit bieten die meisten Hersteller auch Geräte mit Akkubetrieb an. Der Worx WG 783E gehört auch dazu. Es handelt sich hier zwar nicht um einen 24 V Lithium Ionen Akku, aber er ist so ausgelegt, dass er permanent aufgeladen werden kann. Man kann den Akku direkt im eingebauten Zustand im Mäher aufladen oder in dem man den Akkublock herausnimmt und mit dem mitgelieferten Ladegerät an eine Steckdose anschließt. Eine vollständieg Ladung soll nach 5-7 Stunden erreicht sein. Ich hatte den Akku einfach über Nacht an der Steckdose hängen lassen. Durch die Ladekontrolle soll das dem Akku ja nicht schaden. Auf dem Akkublock gibt es auch eine Ladestandsanzeige, die man über einen Drucktaster aktivieren kann. Über 3 LEDs wird der aktuelle Ladestand angezeigt.

Zur eigenen Sicherheit muss immer ein Sicherheitsschlüssel in den Schaltkasten am Griff eingesteckt werden. Diesen muss man gleichzeitig zur Seite schieben und den Gashebel drücken, sonst springt der Rasenmäher nicht an. Was auf den einen Blick umständlich erscheinen mag, hat aber den Vorteil, dass man diesen Sicherheitsschlüssel auch einfach herausnehmen kann (er ist an einer Schnur am Griff befestigt). Damit kann man Wartungsarbeiten an der Klinge vornehmen, ohne Gefahr zu laufen, dass diese los geht und man sich verletzt.

Mähleistung in unterschiedlichen Stufen.

Radaufhängung in 3 Stufen

Radaufhängung in 3 Stufen
© Matthias Blaß

Nachdem der Akku aufgeladen und wieder in den Rasenmäher eingesetzt war, konnte es losgehen. Ich hatte für den Test extra 2 Wochen den Spindelmäher im Schuppen gelassen, damit es eine echte Herausforderung wird! Je nach Höhe des Grases kann man die Schnitthöhe am Mäher einstellen. Dafür kann an jedem Rad die Auffhängung einfach in 3 Rastern eingestellt werden. Motorsport verliebte Hobbygärtner können ihren Mäher damit natürlich auch optisch tunen und vorne einfach tieferlegen. Nützt aber nichts, wenn man dann bei hohem Gras nicht mehr vorankommt. Die Schnitthöhen kann man so zwischen 20 und 60 mm verstellen und man erleichtert dem Gerät damit auch die Schnittarbeit.

Umschalter von leise zu Turbo Modus

Umschalter von leise zu Turbo Modus
© Matthias Blaß

Je nach Höhe des Grases kann man mit der 20 mm-Einstellung schnell mal ins Stocken kommen. Hier stellt man dann entweder eine andere Schnitthöhe ein oder man behilft sich der Akkutechnik. Denn der der WG 783E hat 2 Betriebsmodi: Einen leisen Modus und einen Turbo Modus. Bei regelmäßigen Schnitten von kürzerem Gras kann der leise Modus gewählt werden. Bei höherem oder stark verfilztem Gras ist der Turbo Modus die bessere Wahl. Der Unterschied ist aber nicht nur in der Leistung zu spüren, sondern auch in der Lautstärke. Wie der Name schon sagt, ist der leise Modus – 9 dB(A) leiser. Mit diesem kann man vielleicht sogar noch am späten Abend schnell mal mähen, ohne dass der Nachbar gleich die Grüne Minna ruft.

Die Qualität.

Ansicht im Gras

Ansicht im Gras
© Matthias Blaß

Früher zu Hause bei meinem Großvater musste ich immer mit einem superschweren Benzinmäher mit Metallgehäuse mähen. Ich sage bewußt „musste“, da alleine die Schlepperei in unserem unebenen Hanggrundstück echt anstrengend war. Der Worx-Mäher ist zwar mit 14 kg auch kein Leichtgewicht. Aber dank Kunststoffgehäuse merkt man schon einen Unterschied. Trotz allem macht das Gerät einen recht stabilen Eindruck und das Schneidmesser ist ja aus Stahl!

Rasenfläche, links gemäht, rechts vorher

Rasenfläche, links gemäht, rechts vorher
© Matthias Blaß

Die Schnittqualität ist ganz ordentlich. Dank dem Gras-Sammelbeutel mit seinem Volumen von 30 Litern kann man sich das nachträglich Einsammeln nahezu sparen. Ich kam mit 3 Mal Ausleeren gut hin. Wo doch mal etwas liegen bleibt, fährt man ein zweites Mal drüber, denn alles packt der Worx nicht auf einmal in den Sack. Insgesamt geht das Mäher aber recht gut von der Hand. Der Eindruck der gemähten Rasenfläche ist passabel.

Insgesamt macht der Worx Akku-Rasenmäher WG 783E einen guten Eindruck. Er ist mit seinem Schneidradius von 33 cm und der Akkukapazität sicher nicht für Rasenflächen in Fußballfeldgröße geeignet. Aber für den kleineren Rasen genügt er allemal den Anforderungen.

Wer sich einen solchen schnurlosen Rasenmäher kaufen möchte, der kann das z.B. bei Hornbach im Online-Shop tun. Hier gibt es den Worx WG 783E schon für 139 €. Wer mehr über Worx, die Produkte und die Online-Aktivitäten erfahren möchte, der findet hier die Worx-Webseite und die Worx Facebook-Fanpage. Auf letzterer werden auch immer wieder mal nette Aktionen für die Fans durchgeführt.

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