Badausbau mit Gisplatten für Feuchträume © Matthias Blass

Badausbau mit Gisplatten für Feuchträume © Matthias Blass

Mit den Lebensumständen ändern sich nicht selten auch die Anforderungen, die an die heimische Umgebung gestellt werden. Die Kinder werden größer und brauchen ein eigenes Zimmer, das Homeoffice im Wohnzimmer ist keine wirklich optimale Lösung, ein zusätzliches Bad für weniger Stress am Morgen wäre sicherlich auch keine schlechte Idee, und der ungenutzte Raum auf dem Dachboden würde durch einen Ausbau ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Es gibt viele Gründe, die den Umbau einer Wohnung oder eines Hauses nötig machen können.

Die erste Frage, die dann im Raum steht, ist die, wie man ein solches Projekt am einfachsten realisieren kann. Bevor man sich nun daran macht, mit einer massiven Steinwand eine Grenze zu ziehen, die sich nur mit einem gewaltigen Vorschlaghammer wieder beseitigen lässt, wenn etwa aus zwei nicht mehr benötigten Kinderzimmern ein geräumiger Hobbyraum werden soll, ist es angeraten, sich über die vielfältigen Möglichkeiten zu informieren, die der Trockenbau mit Gipskartonplatten bietet. Wichtige und nützliche Informationen erhält man z.B. bei Baustoffhändlern, in Baumärkten oder auch im Internet.

Gipskarton, auch Rigipsplatten genannt, verfügen über einen Gipskern, der auf beiden Seiten mit Karton verkleidet ist. Durch den Karton erhalten die Platten ihre Stabilität und eine glatte Oberfläche, ohne dabei das Gewicht allzu sehr zu erhöhen. Gipskartonplatten sind relativ leicht und eignen sich deshalb hervorragend für die Errichtung nichttragender Wände im Innenausbau.

Auf die richtige Platte kommt es an

Die Verarbeitung von Gipskartonplatten ist recht unkompliziert und selbst für den Laien kein Buch mit sieben Siegeln. Einige Grundregeln sollten jedoch beachtet werden, damit am Ende ein optimales Ergebnis herauskommt.

Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz von Gipskarton ist die Wahl der richtigen Platte. Neben den klassischen Rigipsplatten, mit denen nicht nur Wände eingezogen, sondern auch unansehnliche Wände und Decken verkleidet oder Fußböden ausgeglichen werden können, gibt es speziell imprägnierte Varianten, die sich besonders für den Einsatz in Feuchträumen eignen.

Ist die Frage nach der passenden Platte geklärt, geht es daran, die Baustelle für die Anbringung der Gipskartonplatten vorzubereiten. Dazu ist es nötig, sich zunächst das erforderliche Werkzeug zu besorgen. Dieses dürfte jedoch in jedem Heimwerkerhaushalt vorhanden sein. Neben einem guten Teppichmesser, das für den Zuschnitt des Baumaterials benötigt wird, ist außerdem ein Akkuschrauber erforderlich, mit dem die Platten durch spezielle Schrauben befestigt werden.

Wird eine neue Wand errichtet, muss zuvor ein Ständerwerk aus Holzlatten oder Metallprofilen gebaut werden, das dann beidseitig mit den Gipskartonplatten verkleidet wird. Die Zwischenräume werden in der Regel mit Weichfaserplatten oder Mineralwolle als Dämmung ausgekleidet, können aber auch dazu genutzt werden, lästige Kabel hinter einer Wand verschwinden zu lassen.

Mit Fugenband und Spachtel zu einer glatten Wand

Ist die Wand errichtet, müssen die Schraubenlöcher und Fugen zwischen den einzelnen Platten noch ausgefüllt und abgeschliffen werden. Zunächst wird dazu spezielles Fugenband auf die Ritzen geklebt, danach erfolgt das Ausfüllen mit einer geeigneten Spachtelmasse. Zum Schluss müssen die Platten noch abgeschliffen werden, damit die Oberfläche glatt genug wird, um sie tapezieren oder streichen zu können. An den Stellen, an denen die neue Rigipswand auf vorhandene Wände stößt, sollten die Fugen mit einer dauerelastischen Acrylmasse ausgefüllt werden. In Feuchträumen ist hier der Einsatz von Silikon anzuraten.

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