5 wertvolle Tipps zur Baufinanzierung

5 Tipps für die Baufinanzierung

Viele Menschen hegen den Wunsch, eine eigene Immobilie zu besitzen. Das hat unterschiedliche Gründe: Für die einen ist eine Immobilie eine Investition. Für die anderen ist das eigene Haus oder die eigene Wohnung die Möglichkeit, sich ein wohliges Familiennest zu erschaffen. Letztlich gibt es auch noch diejenigen, die schlichtweg nicht jahrzehntelang Miete bezahlen und in fremde Taschen wirtschaften möchten.

Für den Großteil der Menschen wird der Traum vom Eigenheim aber nur mit Hilfe einer Finanzierung wahr. Weil Baudarlehen meist sehr hohe Summen umfassen, sollte man sich gut vorbereiten. Doch was genau gilt es dabei eigentlich zu beachten? Diese 5 Tipps sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Eigenkapital ist die halbe Miete

Wer ein Haus bauen möchte, sollte zumindest einen kleinen Teil der damit verbundenen Kosten mit Eigenkapital abdecken können. Mindestens 10-15% sollte die Eigenkapitalquote betragen. Dabei handelt es sich aber nicht nur um eine lästige Hürde – im Gegenteil, denn wer ausreichend Eigenkapital mitbringt, darf sich über zwei Vorteile freuen:

Meist verteilen Banken bereitwilliger Kredite an Personen, die eine angemessene Eigenkapitalquote einbringen können. Außerdem senkt das Eigenkapital die Kreditsumme und somit auch die abzutragende Kreditschuld. Wer weniger tilgen muss, zahlt unterm Strich deutlich weniger Zinsen. Zumindest die Kauf- oder Baunebenkosten sollte man aus der eigenen Tasche leisten können. Über https://www.baufinanzierung24.com/ (W) findet man Kreditangebote zu fairen Konditionen – ein Vergleich ist immer ratsam.

Nebenkosten auf dem Schirm haben

Wer Wohneigentum besitzt, wohnt zwar mietfrei, aber längst nicht kostenfrei. Für Heizung, Strom, Wasser, Abwasser, aber auch für Müllentsorgung und vieles mehr entstehen regelmäßige Kosten. Diese werden bei der Kreditkalkulation gerne vernachlässigt. Als Faustregel gilt: Kredittilgung und Nebenkosten sollten niemals mehr als 40% des monatlichen Einkommens schlucken.

Wer baut, sollte außerdem die Familienplanung im Hinterkopf haben. Geht ein Elternteil nach der Geburt in Elternzeit, fällt ein gewisser Prozentsatz des Einkommens weg. Wird die Berufstätigkeit nach der Elternzeit gar nicht mehr oder nur in Teilzeit wiederaufgenommen, bleiben die finanziellen Einschränkungen sogar langfristig bestehen. Sind Kinder geplant, sollte man sich die Frage stellen, ob und wie der Kredit bei Einkommenseinbußen zu stemmen ist.

Staatliche Zuschüsse nutzen

Angehende Bauherren sollten schon in der Planungsphase prüfen, ob es staatliche Zuschüsse für den Bau von Wohneigentum gibt. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist das Baukindergeld, das Eltern mit Kind bis März 2021 den Bau ihrer eigenen Immobilie erleichtert hat.

Je nach Art des Zuschusses muss der Antrag darauf schon gestellt werden, bevor der Bauantrag eingereicht wird. Um Frust zu vermeiden, sollte man also möglichst gut informiert sein und frühzeitig aktiv werden.

Ebenso lohnt es sich, die Architektenpläne so zu gestalten, dass ein KfW-Darlehen möglich ist, denn die KfW fördert energiesparende Baumaßnahmen in Neu- und Altbauten. Darüber hinaus stehen oft auf regionale Fördertöpfe zur Verfügung.

Zinsbindung clever wählen

Das Zinsniveau zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit der Bank ist natürlich bindend für die Kredittilgung. Durch die Zinsbindung gewinnen angehende Bauherren aber dennoch etwas Spielraum. Ist der aktuelle Sollzins niedrig, ist eine lange Zinsbindung bis 15 Jahre sinnvoll. Ist der Zinssatz hoch, sollte man eine kürzere Zinsbindung wählen, um dann hoffentlich die Chance auf eine günstige Anschlussfinanzierung zu haben.

Wer sich für eine lange Zinsbindung entschieden hat, aber ein Sinken der Zinsen feststellt, hat nach 10,5 Jahren das Recht, von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu nehmen. Dabei muss keine Vorfälligkeitsentschädigung geleistet werden. So kann man schon vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung eine Umschuldung angehen.

Sondertilgung vereinbaren

Banken finanzieren Bauvorhaben, weil sie Geld daran verdienen – in Form von Zinsen. Je höher die Restschuld, desto höher der Zinsanteil, der pro Rate fällig wird. Wer sein Darlehen schneller als geplant abzahlen kann, senkt die Restschuld unerwartet schnell. Für die Bank führt da zu finanziellen Ausfällen.

Wer plant, den Kredit durch Sondertilgungen schneller abzubezahlen, muss also unbedingt darauf achten, dass der Kreditvertrag Sonderzahlungen erlaubt. So kann man Urlaubs- und Weihnachtsgeld, aber auch Erbe in die Tilgung stecken. Immer mehr Banken gewähren ihren Kunden aber auf Wunsch Sondertilgungen bis zu 5%. Außerdem ist häufig eine Tilgungsänderung zwischen 1% und 5% möglich, falls sich das Einkommen der Finanzierenden dauerhaft verändert.

(Bildrechte: Bild von Nattanan Kanchanaprat auf Pixabay)

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