Wer selbst gerne zuhause werkelt und handwerklich tätig ist, der stellt sich ganz häufig die Frage: Wer tut es mir denn gleich? Wie viele Baustellen und Handwerker-Aktionen es in Deutschland gibt, soll Thema dieses informativen Zahlenreports sein.

1.) Mit Blick auf die Verbrauchs- und Medienanalyse 2016 könnte man davon ausgehen, dass rund die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung zu den Heimwerkern zählen. Unterstellt man, dass jeder Heimwerker im Besitz der entsprechenden Maschinen ist, zeigt diese Statistik: In den letzten fünf Jahren waren diese Besitztümer bei circa 50 Prozent der Bevölkerung nachweislich vorhanden. Zudem ist davon auszugehen, dass der Heimwerkerbedarf vornehmlich im klassischen Einzelhandel erworben wird und nicht etwa im Online- und Versandhandel. Laut Innofact werden 84,6 Prozent des Heimwerkerbedarfs im Einzelhandel erworben. Vermutlich sind die schnelle Verfügbarkeit und die Unhandlichkeit vieler Produkte dafür maßgeblich verantwortlich.
2.) Rückt man die Fähigkeiten der handwerkenden Zunft in den Fokus, so ergibt sich dieses geschlechtsspezifische Bild:

Vergleichstabelle Wer macht was Mann oder Frau

Ein möglicher Grund könnte sein, dass Heimwerken zu den Hobbys gehört, die Frauen an Männern besonders attraktiv finden. Nach Kochen, Theater und Fitness steht das Heimwerken auf Platz 4.
3.) Ein Blick auf die aktuell bestehenden Baustellen, könnte aussagekräftiger nicht sein, denn was sich sekundengenau auf deutschen Baustellen ereignet, zeigt diese dynamische Grafik in Echtzeit. Wer die Grafiken einige Sekunden oder Minuten beobachtet, wird sehen …
  • wie viele Autobahn-Meter gebaut werden.
  • wie viele Arbeitsunfälle sich ereignet haben.
  • wie viele Arbeitsstunden im Baugewerbe geleistet werden.
  • wie viel Wohnfläche geschaffen wird.
  • wie viel Kaffee und wie viele Zigaretten konsumiert werden.
  • wie viel im Baugewerbe geklaut wird.
4.) Interessant ist auch die Do-it-yourself-Szene: Tendenziell werkeln mehr Männer als Frauen, was sich aufgrund der Tabelle unter Punkt 2 bereits vermuten ließ. Laut einer Studie der IfD Allensbach werden Renovierungsarbeiten wie Malern oder Tapezieren von 36,43 bis 35,25 Millionen Deutschen ausgeführt. Die genannten Werte stammen aus den Jahren 2012 bis 2016. Die zweitgrößte Gruppe ist allerdings die derer, die sich nie um leichte Renovierungsarbeiten kümmern. Dabei handelt es sich um 24,06 bis 25,33 Millionen Personen. Die deutlich kleinste Gruppe kümmert sich indes häufig um Renovierungsarbeiten.

Heimwerker auf der Trittleiter

Abbildung 1: Wer wird heute noch selbst bei Renovierungsarbeiten aktiv? Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Statistiken.

Ausblick: So sieht die Zukunft des Heimwerkermarkts aus

Die Zukunft des Marktsektors Do-it-yourself, Garten- und Tierbedarf sieht Hochrechnungen zufolge durchweg positiv aus:

  • Der Umsatz soll bis 2021 auf 33.101 Millionen Euro ansteigen. Zum Vergleich: Der Ausgangspunkt war ein Wert von 19.337 Millionen Euro im Jahr 2015.
  • Die Nutzeranzahl wird deutlich steigen: 302,1 Millionen Nutzer sollen es bis 2021 werden. Zum Vergleich: 182,4 Millionen Nutzer waren es im Jahr 2015.
  • Die größten Märkte (gemessen am Umsatz) werden die USA, China und Deutschland sein.
  • Die größte Nutzergruppe werden die 25- bis 34-Jährigen darstellen. Die Frauen bleiben dabei bis zum Alter von 45 Jahren hinter den Männern zurück. Erst danach übertrumpfen sie diese.

Wer nicht zu der Gruppe handwerklich begabter Heimwerker gehört, beauftragt einen professionellen Handwerksbetrieb. Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen, wie zum Beispiel Arbeiten an Bodenbelägen oder an Innen- und Außenwänden, lassen sich von der Steuer absetzen, wie dieser Beitrag zeigt.

(Bildrechte: Bildquelle: pixabay.com © TheDigitalWay (CC0 Public Domain) )


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