„Schatz, ich glaube unser Wohnzimmer braucht mal wieder einen neuen Anstrich.“ Welcher Mann kennt solche Sätze seiner Herzallerliebsten nicht. Alle paar Jahre wieder, wenn man sich an den Tapeten oder Wandfarben satt gesehen hat. Oder wenn man neue Einrichtungsgegenstände erstanden hat und merkt, dass Polsterbezüge, Vorhänge und Wände irgendwie nicht mehr zusammen passen. Bisher ist man dann meistens in den Baumarkt gefahren, hat sich entweder direkt „passende“ neue Farben gekauft oder Farbfächer geliehen, um zu Hause durch ranhalten die Farbwerte zu bestimmen. So irgendwie passte das schon. Aber es geht viel einfacher und mit erstaunlichen Ergebnissen. Dank moderner Technik kann man Farben sicher bestimmen und auch abstimmen. Wie man Farben bestimmen und was man mit einem solchen Farbmessgerät alles machen kann, beschreibe ich in diesem Artikel anhand von drei praxisnahen Beispielen.

Am Ende des Berichts verlosen wir übrigens einen ColorReader, den beschriebenen Farbmesser, den uns Datacolor freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Wie findet man den passenden Farbton für Lackfarben, z.B. am Auto?

Ich habe mir vor kurzem einen neuen Wagen gekauft. Der soll als kleiner Minicamper umgebaut werden und ich möchte von außen Folierungen mit Outdoor-Motiven anbringen. Eine Frage dabei ist für mich, welche Farbe ich für die Folien nehmen soll. Die Motive sollen zum Lack passen, aber auch nicht so auffällig sein. Also wie findet man die passenden Folienfarben? Hier kommt der ColorReader von Datacolor ins Spiel, den wir freundlicherweise zum Testen erhalten haben. Das kleine innovative Farbmessgerät ist nur unwesentlich größer als eine analoge Filmdose, aber voll mit Hightech. Zusammen mit einer App, die man für Android und iOS erhält, kann man damit jeden beliebigen Farbton auf nahezu jeder Oberfläche oder jedem Material ausmessen und präzise bestimmen.

Dazu wird der ColorReader mit dem mitgelieferten Micro-USB Kabel aufgeladen. Das Bluetooth-Modul des Geräts verbindet sich nach dem Einschalten sofort und zielsicher mit dem Smartphone und der App. Vor der Benutzung muss der Reader dann nur noch kurz kalibriert werden, indem man den schwarzen Deckel auf die Seite mit dem Objektiv schraubt, denn dort ist eine weiße Fläche für die Kalibrierung eingeklebt.

Hält man den eingeschalteten ColoReader dann zum Beispiel auf die Motorhaube seines Autos, klickt in der App auf „Messen“, erhält man unmittelbar nach der Messung den ermittelten Farbwert. Je nach Messung wird der Farbwert mit der höchsten Übereinstimmung in der App angezeigt. Am Beispiel des Autolacks ist das der NCS-Farbwert „S 8502-B. In der App kann man nun aus dem NCS-Farbwert direkt die umgerechneten Farbwerte als RGB, CMYK oder Hex-Code anzeigen lassen. Für mein Beispiel mit den Folierungen kann ich mir passende Farben anzeigen lassen und so den CMYK-Wert ermitteln, den ich für den Foliendruck benötige.

Wie kann man Wandfarben nachträglich bestimmen und passgenau anmischen lassen?

Wir haben vor ein paar Jahren eine Wand in unserem Wohnzimmer in einem Petrolton gestrichen. Die Überlegung war jetzt, ob wir die anschließende Wand in einem ähnlichen Farbton streichen oder eine harmonisch dazu wirkende Farbe nehmen. Schließlich soll alles zu unserem Sofa passen. Den alten Farbeimer haben wir damals natürlich nicht aufbewahrt. Damit fehlt uns jeglicher Hinweis auf die Farbwerte oder Farbbezeichnungen. Hat man eines davon, kann man sich die Farbe in nahezu jedem gut organisierten Fachmarkt anmischen lassen. Und solange man nicht die alte Wand ausbessern muss, wird das auch funktionieren, denn die alte Farbe wird sich im Laufe der Jahre definitiv verändert haben.

Mit dem Datacolor Farbmessgerät kann man nun den Farbwert der alten Wandfarbe ausmessen. Dazu hält man wieder den ColorReader an die Wand und drückt in der App auf „Messen“. Schon erhält man den Farbwert als RAL– oder NCS-Farbe. Klickt man in die Farbe und dort im Untermenü auf „Koordiniere Farben“, erhält man Zugriff auf vier unterschiedliche Farbschemen: Analog, Komplementär, Monochrom oder Dreifach-Schema. Jedes dieser Schemen zeigt unterschiedliche Kombinationen von Farben an, die zur ausgemessenen Farbe passen (siehe Abbildung unten). Jetzt kann man spontan nach Gefühl („Gefällt mir“) oder vielleicht nach vorhandenen Bildern oder Fotos die neue Farbe auswählen. Oder man orientiert sich nach Grundsätzen der Farbpsychologie.  Welche Farbe man auch auswählt, die App liefert die entsprechenden Werte und anhand derer mischt einem jeder Experte die gewünschte Farbe an.

Wer noch weitere Beispiele erhalten möchte, wie man sein Interior-Design mit dem ColorReader aufpeppen kann, der findet im Blog von Vera einen ähnlichen Test, nur mit einem anderen Schwerpunkt. Aber eben mit zahlreichen schönen Beispielen aus der Wohnraumgestaltung.

Funktioniert das Farbmessgerät auch mit Holzfarben im Freien?

Dieser Frage bin ich auch nachgegangen. Dazu habe ich an unserem Gartenhaus, das wir schon vor einigen Jahren mit einer fertig angemischten Wetterschutzfarbe gestrichen haben, den gleichen Test gemacht. Den ColorReader auf ein blaues Brett gehalten, mittels App die Messung aktiviert und schon wird der Ral-Ton angezeigt. Vergleicht man die angezeigte Farbe auf dem Display mit dem Etikett auf der Farbdose, dann kann man festhalten, dass die Übereinstimmung schon sehr genau ist. Falls wir das Gartenhaus mal neu streichen wollen und es von Faust das „Taubenblau“ nicht mehr geben sollte, kann ich mit den ermittelten Farbwerten aus der App die passende Farbe anmischen lassen.

Die drei Testbeispiele haben mir gezeigt, dass der ColorReader von Datacolor ein interessantes Werkzeug ist. Sowohl für Heimwerker als auch für Profis wie Handwerker, Designer, Innenausstatter oder Architekten. Es gibt auch eine „Pro“ Version, die man ohne App nutzen kann, da das Gerät dann ein eigenes Display hat. In der Standard-Ausführung mit App kostet der ColorReader keine 120 € (Bestellmöglichkeit über den Link). Und für die meisten Anwender und Anwendungsfälle sollte das preiswertere Gerät völlig ausreichend sein. Ich persönlich findet die Farbmessung auf diese Art sehr interessant. Wer Wert auf genaue Angaben legt oder ein Freund innovativer Gadgets ist, für den bietet Datacolor genau das richtige Tool. Der ColorReader ist schnell und handlich, passt in jede Hosentasche (oder Werkzeugkiste), ist mit dem Akku immer nutzbar und schnell aufladbar. Es können über 4.700 Farbe aus dem Ral- oder NCS-Farbspektrum ermittel werden. Also alles in allem ein ideales Farbmessgerät zur Bestimmung von Farben von Wänden, Tapeten, Fliesen, Stoffen oder sonstigen farbigen Oberflächen.

Die Antwort auf die Eingangsfrage, wie man Wandfarben, Holzfarben oder Lacke bestimmt und diese z.B. auf Einrichtungsgegenstände abstimmt, laute also: Mit dem ColorReader von Datacolor!

Kann man sich das Ganze auch als Video ansehen?

Klar, Datacolor hat auf Youtube zwei kurze Videos zum ColorReader veröffentlicht. Die sind zwar auf englisch aber es werden jeweils das Messen von Farben mit dem ColorReader gezeigt und auch das anschließende Abstimmen von passenden Farben mittels der zugehörigen App.

Farben bestimmen:

Farben abstimmen:

Verlosung!

Gemeinsam mit Datacolor verlosen wir einen ColoReader im Wert von knapp 120 €. Dazu einfach auf unserer Facebook-Seite einen Kommentar hinterlassen und mitteilen, wozu Ihr den ColorReader gerne einsetzen und welche knifflige Problemstellung Ihr damit lösen möchtet. Wir entscheiden später per Losverfahren und schicken dem Gewinner dann den ColorReader per Post zu. Die Adresse erfragen wir erst dann. Also viel Spaß beim mitspielen und viel Erfolg. Das Gewinnspiel lassen wir bis Sonntag, den 15.07.2018, 24 Uhr laufen.



Hinweis zu unseren Produkttests: Wir bekommen hin und wieder Anfragen von Unternehmen zu Produkttests. Sofern die Produkte zu uns und unseren Themengebieten passen, nehmen wir solche Produkttests an. Dabei wird vereinbart, dass uns das Unternehmen das zu testende Produkt zusendet und nach dem Test kostenfrei überlässt. Im Gegenzug testen wir das Produkt im Rahmen unserer Möglichkeiten entweder alleine oder in einem passenden Projekt. Wir lassen uns von den Unternehmen nicht diktieren, wie wir die Testartikel zu erstellen haben. Wir veröffentlichen unsere freie redaktionelle Meinung und in der Regel eigenes Foto- oder Videomaterial. Bei Fragen zu unseren Produkttests freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.