Welche Geräte braucht ein Hobbygärtner unbedingt?

Gärtnerwerkzeug © PhotoSG - Fotolia.com

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Für Gartenbesitzer gibt es im Frühling nichts Schöneres, als im Freien zu arbeiten und das eigene Grün für die neue Gartensaison herzurichten. Welche Ausrüstung Hobbygärtner für die Arbeit im Garten benötigen, hängt erheblich davon ab, wie sie den Garten gestalten wollen. Wer zum Beispiel einen Rosengarten anlegen möchte, braucht für die Hege und Pflege der Pflanzen Rosenscheren und ähnliche Werkzeuge. Doch an diese Aufgabe wagen sich Hobbygärtner meist erst, wenn sie einige Jahre Erfahrung in der Pflege des Gartens gesammelt haben. Folgende Grundausstattung sollte jeder Hobbygärtner allerdings schon von Anfang an besitzen:

Geräte gegen Unkraut

Hobbygärtner, die einen gepflegten Garten besitzen wollen, sollten rechtzeitig gegen Unkraut vorgehen, bevor es sich ausbreitet und zur regelrechten Plage werden kann. Gegen Unkraut in Blumen- und Gemüsebeeten können sie mit Jätschaufeln und Zieh-Hacken erfolgreich vorgehen. Diese schneiden das Unkraut dicht unter der Erdoberfläche ab, sodass die unerwünschten Pflanzen vertrocknen. Unkrautstecher hingegen kommen bei tief wurzelnden Unkräutern wie etwa Löwenzahn zum Einsatz. Die Hacke empfiehlt sich nicht, weil die abgehackten Wurzeln neu austreiben können. Breitet sich das Unkraut dagegen in Pflasterfugen aus, sind entweder Fugenbürsten oder Thermogeräte zur Unkrautbekämpfung gefragt.

Geräte zur Bodenpflege

Weil der Boden regelmäßig bearbeitet werden muss, benötigen Hobbygärtner vor allem einen Spaten. Damit lassen sich Pflanzlöcher ausheben und die Beete umgraben. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass Schaft und Blatt aus einem Stück geschmiedet sind und dass der Stiel nicht zu kurz oder zu lang ist. Er sollte etwa bis hinauf zum Ellbogen reichen. Für die Lockerung des Bodens eignen sich Gartengabeln hervorragend. Mit diesen Geräten lassen sich auch Unkräuter beseitigen, deren Wurzeln sich weit verflechten.

Geräte zum Schneiden und Sägen

Hobbygärtner, die Hecken, Sträucher und Bäume anpflanzen, benötigen außerdem verschiedene Schneidewerkzeuge. Mit einer Gartenschere lassen sich auch kleinere Zweige entfernen, bis zu einem Durchmesser von fünf Zentimetern sollte die Astschere zum Einsatz kommen. Stärkere Gehölze werden hingegen mit der Säge bearbeitet. Mit einer guten Astsäge zur Baum und Heckenpflege lassen sich sogar kleine Bäume fällen. Die Scheren werden übrigens nach Bypass- oder Ambossscheren unterschieden. Letztere erzeugen einen relativ hohen Druck, während sich Bypass-Scheren durch ihren sauberen Schnitt auszeichnen.

Falls Hobbygärtner dickere Äste abschneiden, sollten sie darauf achten, die Äste zunächst von unten etwas anzuschneiden, bevor sie mit dem Sägen von oben beginnen. Dadurch vermeiden sie, dass beim Sägen die Rinde beschädigt wird. Die Schnittflächen am Stamm sollten außerdem mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden, um die Pflanze gesund zu erhalten.

Auf die Qualität kommt es an

Beim Kauf der Grundausstattung sollten Hobbygärtner vor allem auf eine qualitativ hochwertige Verarbeitung der Gartengeräte achten. Schließlich sind diese dauerhaft Feuchtigkeit und anderen Witterungseinflüssen ausgesetzt, was das Material sehr stark beansprucht. Metallteile sollten grundsätzlich aus einem Stück hergestellt werden und keine anfälligen Verbindungen wie Schweißnähte besitzen. Denn hier setzt sich allzu gerne Rost fest, der die Lebensdauer des Gerätes erheblich verkürzt. Als ideale Helfer im Garten gelten Geräte aus handgeschmiedetem Edelstahl.

Falls die Gartengeräte einen Holzstiel besitzen, sollte dieser auswechselbar sein, damit nicht das komplette Gerät entsorgt werden muss, wenn der Stiel beschädigt ist. Die Länge des Stiels sollte sich übrigens nach der Körpergröße richten, um die Gartenarbeit möglichst rückenfreundlich zu gestalten.