Normalerweise dichtet man Teiche oder Wasserbecken mit Folie ab. Entweder wird Folie am Stück verwendet oder es werden Folienbahnen verschweißt. Für kleinere Becken, zum Beispiel für Wasserspiele oder kleine Zierteiche, bieten sich auch Mörtelkübel oder Fertigteichschalen als dichte Wasserbehälter an. Die Verarbeitung von Folie ist eigentlich recht einfach und bietet sich vor allem bei größeren Teichflächen an.

Aber was ist mit kleinen, unebenen und geometrisch anspruchsvolleren Flächen? Hier stößt man mit starren Folien schnell an ästhetische Grenzen. In den Ecken und an den Übergängen vom Boden zu den Wandflächen entstehen schnell Falten. Am oberen Bereich eines Beckens, wird die Folie aufgrund unterschiedlich hoher Wasserstände, immer etwas über dem Wasserspiegel zu sehen sein. Hier muss man sich Verkleidungen überlegen oder die Folie aufwändig an den Beckenrand verschweißen.

Gefülltes Wasserbecken mit Flüssigfolie abgedichtet

Gefülltes Wasserbecken mit Flüssigfolie abgedichtet © Matthias Blaß

Genau vor die gerade erwähnten Herausforderungen gestellt, habe ich nach Alternativen gesucht. Und es gibt sie tatsächlich: Flüssigfolie. Diese meist einkomponentige, in unterschiedlichen Farben erhältliche Beschichtung wird einfach mit Pinsel oder Walze auf den Untergrund aufgetragen. Um eine ausreichende Schichtdicke zu erreichen, sind mehrere Anstriche notwendig. Dabei empfiehlt es sich die unterschiedlichen Schichten andersfarbig aufzutragen, um genau erkennen zu können, wo man bereits gestrichen hat. Flüssigfolie wird häufig in Koiteichen eingesetzt und von entsprechenden Großhändlern vertrieben.

Bei meinen Recherchen bin ich auf zwei Produkte gestoßen: Impermax und Tripond. Ich selbst habe mich für Impermax entschieden, da die Anforderungen an den Untergrund geringer waren und die Verarbeitung auch bei kühleren Temperaturen keine Probleme bereiten sollte. Impermax ist aber etwas teurer (2,5 kg Gebinde für ca. 1 m² ab 20 Euro) als Tripond (1 L für ca. 1,5 m² ab 13 Euro).

Die Verarbeitung war wirklich denkbar einfach und schnell. Und mit einem Gesamtpreis von knapp 60 Euro wurde ein optisch ansprechendes Ergebnis erzielt, was mit fester Folie so leicht nicht erreicht worden wäre. Für größere Flächen würde ich dennoch immer auf die feste Folie zurückgreifen, da man dort für gute Folie bei Preisen unter 10 Euro/m² liegt und die Verarbeitung viel schneller geht.