Warum ich mir einen Broil King Gasgrill gekauft habe

von | 08.04.2017 | 0 Kommentare

Man könnte meinen, dass es eigentlich egal ist, ob man mit Holzkohle oder Gas grillt. Eigentlich. Denn wenn man sich mit Grillfans unterhält, dann gibt es da tatsächlich philosophische Ansätze und echten Fanatismus. Also versucht man am besten für sich eine eigene Meinung zu bilden und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode abzuwägen und sich dann für den am besten passenden Grill zu entscheiden. So habe ich es auch gemacht und bin am Ende bei einem Broil King Monarch 340 Gasgrill gelandet.

Frage 1: Holzkohle oder Gas?

Diese Frage hat mich ein wenig an Diskussionen im Outdoor-Bereich erinnert. Nur geht es dort seltener um Grills sondern eher um Kocher. Nimmt man nun Gas, Benzin, einen Multifuel-Kocher oder bastelt man sich gar einen Spiritus-Kocher selbst? Und auch dort wird mit Holz gefeuert. Also beinahe Holzkohle.

Angefangen habe ich – wie vermutlich viele – mit dem klassischen Holzkohlegrill. Am besten noch die 5 Euro-Teile von der Tanke, die man mit Glück zwei Mal verwenden konnte. Total nachhaltig. Später wurde es dann ein Edelstahl-Grill. Schon besser, aber gestört hat mich da auch, dass es immer ewig gedauert hat, bis man endlich mal losgrillen konnte. Und nach einer gefühlt zu kurzen Zeit, war der Spaß vorbei, nämlich die Kohle verbrannt. Und ganz ehrlich: Mir war es recht wurscht, ob das Steak nach Holz gerochen hat oder nicht. Hauptsache lecker. Irgendwann von knapp zwei Jahren hatte ich dann überlegt, ob nicht Gasgrillen eine Alternative für uns wäre. Die offensichtlichen Vorteile waren für mich ganz klar:

  • Eine Gasflasche hält wesentlich länger als zig Kohlesäcke (Kostenvorteil)
  • Mit einem Gasgrill belästigt man die Nachbarn weniger (Rauchvorteil)
  • Einen Gasgrill kann ich auch mal spontan anwerfen (Geschwindigkeitsvorteil)
  • Ein Gasgrill hat meist mehrere Brenner und man ist damit flexibler (Gerichtevorteil)

Naja, echte Holzkohlefetischisten werden da jetzt vermutlich ausreichend Gegenargumente anführen. Aber für mich klang das erst einmal so gut, dass ich den Gastest starten wollte. Allerdings ergaben erste Recherchen, dass man – wenn man es richtig machen will – schon ein paar hundert Euro auf den Tisch legen muss. In den Fachforen herrscht sogar die Meinung, dass man unter 1.000 € eh nichts Gescheites bekommt 😉 Aber die kaufen auch mehrere Grills für jeden Zweck. Jeder wie er es mag. Aber okay. Ich wollte jedenfalls nicht zu viel für ein Experiment ausgeben, dass mich am Ende doch als Kohlefan identifizieren würde. Also habe ich mir einen günstigen 2-Brenner Gasgrill auf Ebay geschossen. 80 Euro, da konnte man fast nichts kaputt machen. Außer vielleicht dem Grillvergnügen.





BroilMaster Chinaboeller

Mein alter China-Böller 😉

Frage 2: Gasgrill mit welchen Features und von welcher Marke?

Der Grill war echt nicht der Hammer, aber die meisten vermuteten Vorteile haben sich für uns doch bewahrheitet, so dass ich Anfang diesen Jahres überlegt habe, nun doch einen richtigen Grill zu kaufen. Aber wo fängt man da an? Man fragt erst mal bei Freunden rum. Man landet dann meistens beim Klassiker Weber. Aber man hört auch ganz oft, dass bei denen „nur viel Marketing“ betrieben wird und es „Marken mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis“ gibt. Billige Alternativen gibt es vor allem bei den Baumarkt Eigenmarken. Etwas mehr Qualität sollte es dann schon sein. Daher habe ich viel online nachgelesen und bin u.a. über das Forum des Grillsportvereins auf die Marken Napoleon und Broil King gestoßen. Ebenso wie Weber eine nordamerikanische Marke, also aus dem Mutterland des BBQ.

Weitere Kriterien waren für mich, dass ich eine 11 Kilo Flasche unter dem Grill verstecken kann, ich wollte Gussroste, ein möglichst stabiles Gehäuse und eine relativ hohe Grillkammer, damit man auch mal ein Grillhähnchen zaubern kann. Seitliche Ablagen, am besten aus Platzgründen abklappbar und optional einen Seitenbrenner. Und mindesten 2-3 Brenner, damit man etwas flexibler ist beim Grillen unterschiedlicher Speisen und Gerichte. Und ich wollte auch keinen Grill in Gold aufwiegen.

Letzten Endes bin ich dann auf den Monarch 340 von Broil King gekommen. Der hat meinen Kriterien am besten entsprochen. Zudem gab es zum 340’er ein schönes Video von „Klaus grillt“ (siehe Ende dieses Artikels), was mich in meiner Entscheidung noch bestärkt hat. Aufgrund der Preistreue aller Gillshops – den Monarch 340 gibt es überall für 799 € (Stand März 2017) – war es beinahe egal, wo man ihn kauft. Da es ihn aber auch bei Feuerdepot.de gibt, habe ich dort mal angerufen und mich noch etwas beraten lassen. Denn bei Feuerdepot habe ich auch schon mal Kaminzubehör gekauft und damals hat alles wunderbar geklappt. Der freundliche Berater hat mir alternativ noch den Monarch 390 angeboten. Aber die 100 Euro mehr für den Spießbratenbrenner waren es mir doch nicht wert. Und so ist es beim Monarch 340 geblieben. Kostenloser Versand und 7-10 Tage Lieferzeit klangen auch gut und die „Geld-zurück-Garantie“ sowie die Absicherung über Trusted-Shops stellten mich bei einem Invest von fast 800 Euro dann auch ruhig. Also wurde der Gasgrill bei Feuerdepot im Onlineshop bestellt.

Broil King Gasgrill Monarch 340 – Aufbau und erster Test

Die Lieferung durch die von Feuerdepot beauftragte Spedition klappte super. Und auch im gelieferten Paket war alles drin. Nach dem Auspacken ist man zwar etwas irritiert, da es doch recht viele Einzelteile sind. Aber der Aufbau klappt recht gut. Die Anleitung ist nicht ganz so perfekt wie bei Dyson, aber nach gut einer Stunde ist man fertig und der neue Gasgrill steht vor einem.

Jetzt dachte ich, dass ich gleich loslegen und das erste Stück Fleisch auf den Grill werfen könnte. Doch dem war nicht so. Denn ein neuer Grill – und laut Definition der „Grillsportler“ ist es auch ein „Sportgerät“ – muss entsprechend eingebrannt werden. Das bedeutet, dass man zunächst alles auf maximaler Hitze laufen lässt damit etwaige Fertigungsrückstände verbrennen. Danach muss man die Gusseisenroste einbrennen, damit diese perfekt für das Grillen vorbereitet sind. Dazu steht einiges in der Anleitung und es gibt auf der Broil King-Website auch ein schönes Video dazu.

Beim Einbrennen habe ich dann gemerkt, dass es auf alle Fälle auch Sinnvoll ist, die seitlichen Rotisserie-Halterungen immer am Grill befestigt zu lassen. Zunächst dachte ich, solange ich diese nicht benötige, kann ich sie weglassen. Stören vielleicht nur im Handling. Aber wenn man sie nicht montiert, hat der Grilldeckel seitlich zwei riesige Öffnungen, die massiv Wärme austreten lassen. Also habe ich sie doch montiert und damit spart man letzten Endes auch wieder ein paar Gramm Gas.

In der Beschreibung des Monarch 340 steht, dass er für eine 11 Kilo Gasflasche geeignet ist. Das war u.a. ein Auswahlkriterium für mich. Was aber nicht drin steht ist, dass man eigentlich nur 11 Kilo Flaschen wirklich sicher nutzen kann. Sicher nur in Bezug auf den Transport. Denn eine 5 Kilo Flasche steht doch ziemlich wackelig im Gehäuse, wie man auf den Fotos sehen kann. Wenn man wie ich ein altes Holz-Vesperbrett unter die Flasche legt, kann man die Krücke beheben. Aber hier könnte Broil King einfach das Loch im Boden etwas kleiner machen, dann würden auch kleine Gasflaschen sicher stehen.

Das ist aber bisher nach zweimaligem Grillen das einzige Manko, das mir bisher aufgefallen ist. Nein, eines gibt es doch noch: Der Deckel des Seitenbrenners könnte einen Verschluss vertragen, egal ob magnetisch oder sonstiger Art. Denn richtig klasse finde ich, dass man beide Seitenablagen abklappen kann. Und das mit einem sehr einfachen und stabilen Mechanismus. Allerdings macht das beim Brennerteil wenig Spaß, da der Deckel immer aufklappt. Für das Überwintern vielleicht nicht so tragisch, wenn man ein Einmachgummi drüberspannt oder eine Schnur herumbindet. Aber für den regelmäßigen Einsatz und das anschließende Lagern etwas unpraktisch. Bei uns reicht der Platz auf der Terrasse zum Glück aus, dass ich nur die rechte Ablage wegklappen muss.

Gut finde ich bei Broil King auch, dass man die zweiteiligen Gussrost beidseitig verwenden kann. Die Roste haben nämlich auf der einen Seite eine Kante für das typische Branding und auf der anderen Seite eine Rille. In dieser Rille sammelt sich dann das überflüssige Fett oder die Marinade und wird seitlich nach unten in die Fettauffangwanne geführt. Praktisch, denn dadurch läuft nicht zu viel Fett in den Grill. Obwohl der Broil King mit dem „Edelstahl Flav-R-Wave™ Verdampfungssystem“ ein eigenes System hat, durch welches herabtropfendes Fett sofort verbrannt werden soll.

Technische Details

  • 8,8 kW Edelstahl Stabbrenner
  • 2,7 kW Seitenkochplatte
  • 2-tlg. matt-emaillierte Gussroste
  • Grillfläche 56 x 38 cm
  • Emaillierter Ablagerost 50 x 24 cm (schwenkbar)
  • Edelstahl Flav-R-Wave™Verdampfungssystem
  • Edelstahl Flav-R-Zone™zur Unterteilung der Garkammern
  • Linear Flow™Gasdüsen
  • Deluxe Accu-temp™Thermometer
  • Sure Lite™Elektrozündung
  • 3 Dual Tube™Brenner

Sonstige Details

  • Uni-Cast™ Aluminiumgussgehäuse mit Edelstahl Deckel-Inlay
  • Thermonylon Deckelgriff
  • Graphitfarbenes Bedienteil
  • Deluxe graphit Seitenablagen mit seitlichen Zubehörhaken, klappbar
  • Schwarz lackierter Cabinetunterwagen mit Gasflaschenintegration für 11 kg
  • Graphitfarbene Tür
  • Zwei Räder, zwei feststellbare Lenkrollen
  • Inkl. Schlauch und Druckminderer

Mein persönliches Fazit:

Die Grillfläche von 56 x 38 cm und die zusätzliche Ablagefläche ist für uns zwei Personen mehr als ausreichend. Die 3 Brenner finde ich sehr praktisch zur Steuerung der unterschiedlichen Grillzonen. In den Foren habe ich oft gelesen, dass es unterschiedliche Höchsttemperatur gibt. Beim Einbrennen und dem anschließenden Freibrennen nach dem ersten Grillen heizte unser Grill problemlos auf knapp über 350°C auf. Und das nach rund 15-20 Minuten. Mit solchen Temperaturen grillt man eh nicht. Aber der Monarch 340 heizt schnell auf und dann kann man die drei Regler flexibel herunterregeln.

Broil King liefert mit dem Grill ein gutes Handbuch und ein Rezeptbuch mit. Ebenso liegt ein Rostheber bei, mit dem man die Gussroste an- und herausheben kann. Die Dinger sind doch recht schwer. Mit der 10 jährigen Garantie auf die Brenner und der lebenslangen Garantie auf das Alu-Gehäuse bin ich erst mal sehr zuversichtlich, dass die Wahl des Monarch 340 als neuer Gasgrill die richtige war. Der Grill ist super stabil und alles weitere wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen, wenn wir damit mehr für uns und Freunde gegrillt haben. Ich freu mich auf alle Fälle über unseren neuen Grill. Und im Grill-Magazin von Feuerdepot habe ich auch schon ein paar spannende Anregungen gefunden 😉