Ob aus Naturholz oder farbig lackiert: Mit einem Waschbeckenunterschrank lässt sich der Platz unter dem Waschbecken optimal nutzen. So wirkt das Badezimmer nicht nur automatisch schöner, sondern man gewinnt auch zusätzlichen Stauraum. Nicht immer muss man dazu auf vorgefertigte und teure Standard-Möbel aus dem nächsten Baumarkt zurückgreifen. Wie wäre es stattdessen mit einem selbst geschreinerten Unterschrank?

Das Badezimmer als Wellness-Tempel

Neben einem schönen und gut ausgeleuchteten Spiegel und einer sauberen Dusche trägt auch ein Waschbeckenunterschrank zum Wohlgefühl bei. Schließlich soll das Badezimmer eine Wellness-Oase sein, in der man sich gerne aufhält. Ein Waschbecken ohne Unterschrank sieht in den meisten Fällen nicht ansprechend aus: Die Armaturen schauen blank aus den Wänden und auch der Kalk auf den Rohren ist deutlich sichtbar. Haben Sie erst Ihren eigenen Waschbeckenunterschrank gebaut, finden Sie hier weitere Tipps, um Ihr Bad modern auszustatten. Mit der passenden Wandgestaltung und Lichtinstallation kann sich eine ungemütliche Nasszelle schnell in einen kleinen Wellness-Tempel verwandeln.

Unterschrank und Bad müssen zueinander passen

Unterschrank im BadezimmerWenn Sie im Zuge einer Renovierung Ihr Waschbecken austauschen wollen, sollten sie den Stil des Unterschranks an den des neuen Waschbeckens und die restliche Badezimmereinrichtung anpassen. Ob Aufsatz-, Eck- oder Handwaschbecken: Im Sanitärbedarf finden Sie eine große Auswahl an unterschiedlich designten Waschbecken für Ihr Badezimmer. Wer ein neues Waschbecken einbauen möchte, sollte darauf achten, dass die Konstruktion gut in der Wand verankert ist und genügend Halt bietet.

Um den Korpus Ihres Unterschranks zu bauen und die Scharniere zu befestigen, benötigen Sie lediglich einen Zollstock, einen Akku-Bohrschrauber sowie Schrauben, Dübel und Holzleim. Eine sorgfältige Planung im Voraus ist jedoch unerlässlich, wenn man unnötigen Aufwand und Zusatzkosten vermeiden möchte. Wichtige Fragen zum Design des Unterschranks sind beispielsweise, ob er offen sein soll oder über Türen verfügen. Offene Schränke wirken weniger massiv, während man in Schränke mit Türen oder Schubladen selten genutzte Utensilien unterbringen kann, wodurch das Badezimmer als Ganzes ordentlicher wirkt. Auch hinsichtlich der Lackierung sollte man sich überlegen, welche am besten zum Gesamtkonzept des Badezimmers passt.

Von der Planung bis zum Schreinern

Hilfreich ist eine Skizze, auf der die Abstände und die maximale Länge, Breite und Tiefe des Schranks vermerkt werden. Auch die Aussparung, in der das Abflussrohr verschwinden soll, darf nicht zu breit und nicht zu lang bemessen sein. Im Idealfall fügt sich die Armatur exakt in den Unterschrank ein. Beim Material greifen viele zu günstigem (Massiv-)holz, das man sich bereits im Baumarkt passend zurechtsägen lassen kann.

Grundsätzlich sollte der Waschbeckenunterschrank aus einem vierseitigen Korpus bestehen, bei dem Sie die Anzahl der Einlegeböden und Türen selbst bestimmen können. Bei der Herstellung sollten Sie darauf achten, dass die Wasseranschlüsse noch zugänglich sind, falls Reparaturen anstehen. Zum Schluss werden die Füße am Korpus montiert und die Oberflächen behandelt. Nun muss Ihr Schränkchen nur noch lackiert und anschließend regelmäßig geölt werden, um das Holz vor Wasser zu schützen. Sonst besteht die Gefahr, dass das Holz aufquillt oder sich die Verleimung löst.

(Bild-Copyright: Flickr July 2, 2014 osseous CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

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