Qbic-MS1-Groesse

Die kompakte QBiC MS-1, hier mit Objektivschutz.

Anfang Juli erreichte uns eine neue Anfrage für einen Produkttest. Diesmal für eine Weitwinkel-Kamera der Marke Elmo, genauer für die QBiC MS-1. Da ich schon des öfteren mit einer „Action-Kamera“ geliebäugelt hatte, war ich natürlich gleich Feuer und Flamme. Also Kameradetails angeschaut, beworben und riesig gefreut als unsere Bewerbung auch angenommen wurde. Im Rahmen des Produkttests, bei dem Elmo auch andere Blogger angeschrieben hatte, gab es auch ein Video-Voting mit attraktiven Preisen für die Gewinner. Leider konnte ich daran nicht teilnehmen. Dazu aber am Ende des Artikels mehr.

Die QBiC MS-1 ist eine sogenannte Super-Weitwinkel-Kamera für Video- und Fotoaufnahmen. Diese kleinen, leichten und superflexiblen Kameras für tolle „Action-Aufnahmen“ kennt man aus dem Sportbereich – für den sie ursprünglich entwickelt wurden – und von immer mehr Herstellern in allen erdenklichen Farben und Preisklassen.

Lieferumfang der Testkamera QBiC MS-1

Alles zusammen kommt verpackt in einem kleinen und handlichen Karton. Geliefert wurde die Testkamera im Set mit einem optionalen, aber nützlichen Zubehör, dem Smart Clip. Mit diesem Clip kann man die Kamera, die selbst kein Display besitzt, an sein Smartphone „clippen“ und damit das Display des Smartphones zur Steuerung oder auch für die Liveview nutzen. Zur Kamera selbst gehört eigentlich nur das Gehäuse, ein kleiner Objektivschutzdeckel und ein USB-Kabel zum Laden oder um die Kamera z.B. zur Bildübertragung an den PC anzuschließen. Neben einer mehrsprachigen Kurzanleitung in Miniatur-Buchformat findet man alles weitere zur Kamera auf der Produkt-Website.

Kleine Kamera – großer Funktionsumfang

Was kann so eine kleine Kamera nun wirklich? Da ich zwar schon einige solcher Kameras selbst und auch die Ergebnisse auf Youtube gesehen habe, war ich gespannt, was solch ein Winzling tatsächlich leisten kann. Was einem zuerst auffällt: Es gibt kein Display. Das mag zunächst irritieren. Aber mal ehrlich, was nützt ein Display wenn die Kamera auf einem Helm oder einem Surfbrett montiert ist? Das bedeutet, man steuert die Kamera entweder über die Funktionstasten am Gehäuse oder über eine passende APP und das via Wlan verbundene Smartphone.

Zunächst mal ein paar Rahmendaten der QBiC MS-1

Qbic-MS1-Features

  • Wlan, um mit dem Smartphone zu kommunizieren.
  • 3 Weitwinkeleinstellungen: 185°, 165° und 135°.
  • Gewicht von weniger als 100 g.
  • Videos in FullHD und Stereo: 1080p ( 60fps), 1080p ( 30fps), 720p ( 120fps Highspeed), 720p ( 60fps), 720p ( 30fps), WVGA (240fps Highspeed).
  • Aufnahmen mit Blende 2.0 als Einzel- oder Serienaufnahmen und auch um 180° gedreht.
  • Das Gehäuse ist nach IPX4 wasserabweisend.
  • Automatische Bildstabilisierung und Verzerrungskorrektur.
  • Einstellmöglichkeiten für den Dynamikumfang, Weißabgleich und die Belichtungssteuerung.

Arbeiten mit der QBiC – Steuerung über eine APP

Wie schon erwähnt muss man die QBiC entweder „blind“ über die Funktionstasten am Gehäuse bedienen oder man nutzt den Smartclip und das Display eines Smartphones, welches über Wlan verbunden ist. Ganz ohne die Verbindung mit dem Smartphone wird es nicht gehen. Denn alleine die Einstellungen der Kamera kann man nur über die von QBiC bereitgestellte APP vornehmen. Diese gibt es kostenlos im iTunes App-Store und bei Google Play für Android.

Die APP ist schnell installiert und nachdem das Wlan an der Kamera aktiviert wurde erkennt das Smartphone sehr schnell die Kamera. Noch das Passwort eingegeben und man kann mit der Einstellung beginnen. Über die APP kann man alles einstellen. Von Grundeinstellungen wie der Lautstärke des Auslösegeräuschs (ist viel zu laut, sollte man unbedingt ändern!), der Anzahl der Serienbilder im Fotomodus bis hin zu den individuellen Aufnahmeeinstellungen wie Weitwinkelmodus oder Video-Auflösung.

Die Einstellmöglichkeiten über die APP sind selbsterklärend und die Konnektivität ist super – zumindest mit meinem Google Nexus 4 und Android 4.4. hat das alles super geklappt. Verbindet man also die Kamera über Wlan mit der APP und benutzt das Smartphonedisplay mithilfe des Smartclips kann man mit der QBiC beinahe so bequem arbeiten wie mit jeder anderen Kamera auch. Der Liveview-Modus reagiert fast immer ruckelfrei und in Echtzeit.

Nun will oder kann man aber nicht immer sein Smartphone an die Kamera clippen. In diesem Fall funktioniert die Steuerung über Wlan natürlich auch ohne direkte Verbindung über den Smartclip. Man kann dann die Kamera auf jedes Stativ schrauben – ein passender Gewindeanschluss befindet sich an der Unterseite der Kamera. Oder man hält die Kamera einfach in der Hand. Meine beiden Testvideos, die man am Ende des Artikels sehen kann, habe ich zum Beispiel mit einem kleinen Gorillapod aufgenommen. Damit lässt sich die leichte Kamera super in der Hand halten.

Hat man die Grundeinstellungen eingestellt, dann ist die Bedienung problemlos über die Gehäusetasten möglich. Neben dem Hauptschalter und der Wlan-Taste kann man Video- und Fotoaufnahmen über unterschiedliche Tasten steuern.

Auf der rechten Seite befindet sich die Abdeckung für die Anschlüsse und den Kartenslot. Gespeichert werden die Aufnahmen auf eine MicroSD-Karte. Es gibt einen Mini-USB Anschluss (für das mitgelieferte Kabel) über den man die Kamera aber auch mit jedem handelsüblichen Ladekabel eines Smartphones laden kann. Mit dem Kabel meines Nexus 4 klappt das problemlos. Über den ebenfalls vorhandenen HDMI-Anschluss kann man die Kamera auch direkt mit einem Smart-TV verbinden und die Aufnahmen auf dem Fernseher genießen.

Die Bedienung ist wie gesagt sehr einfach und intuitiv. Die Tasten reagieren mit einer minimalen Verzögerung. Die gesamte Verarbeitung macht einen soliden Eindruck.

Die Akkulaufzeit ist übrigens okay. Ich hatte die Kamera letztes Wochenende auf einem Festival dabei und immer wieder zwischendurch für mehrere Minuten Videos in 1080p mit 30fps gemacht. Das waren insgesamt 4 GB Videomaterial und der Akku hatte am Abend immer noch eine Restkapazität von 47%.

Foto- und Videoqualität der QBiC MS-1

Hier muss ich eines vorwegnehmen: Ich kann die Qualität der QBiC nicht mit Wettbewerbskameras wie einer GoPro oder ähnlichen vergleichen. Das bedeutet, dass meine Bewertung der Qualität rein subjektiv erfolgt und nur mit Aufnahmen meines Nexus 4 oder meiner Panasonic Lumix TZ41 verglichen wurde.

Das witzige sind natürlich die Effekte mit dem Weitwinkel. Hier lassen sich schöne Schnappschüsse erstellen. Und das ist für mich auch das richtige Stichwort. Mit meinem Handy mache ich auch nur unter besten Bedingungen gute Aufnahmen. Das reicht mir für Schnappschüsse. Für Highend-Shots würde ich immer zu einer vollwertigen Kamera greifen. Aber wer will schon mehrere Kilo Kamera und Objektive herumschleppen. So eine kleine Actioncam steckt man einfach in die Tasche. Und dafür ist die Bildqualität für mein Verständnis absolut ausreichend.

Weitwinkel-Schnappschuss bei gutem Wetter

Weitwinkel-Schnappschuss bei gutem Wetter

Bei den Videoaufnahmen hatte ich zuerst so meine Probleme. Hier gab es aber einen tollen Support seitens des Elmo Socialmedia-Teams, die mich geduldig unterstützt haben. Ich habe natürlich zunächst versucht die maximale Auflösung mit 1080p und 60fps zu testen. Dabei hat die Liveview im Display aber permanent geruckelt. Selbst nachdem ich die Videofiles von meiner (alten und langsamen) MicroSD direkt auf den PC überspielt hatte haben die Videos immer geruckelt. Ich wollte den Test an dieser Stelle ehrlich gesagt schon abbrechen. Aber ich habe dann noch ein wenig im Netz recherchiert und dort auch die Lösung gefunden. Denn es hatten auch Nutzer der bereits genannten Wettbewerber ähnliche Probleme.

Es liegt schlicht und einfach an einer zu langsamen Karte und der langsamen Hardware (PC). Für die maximale Auflösung muss man schon eine schnelle Grafikkarte haben. Da wir hier nur einfache Office-Rechner nutzen, können die von der Performance nicht mit einem schnellen Games-Rechner mithalten. Aber nachdem ich mir eine schnelle MicroSD mit einer Schreibgeschwindigkeit von 40 MB/s gekauft hatte, konnte die Kamera die Videos sauber auf die Karte schreiben und auf dem (schnellen) Rechner eines Freundes liefen die Videos dann absolut ruckelfrei in FullHD mit 60 Bildern pro Sekunde. Ich muss mich mit meiner Infrastruktur leider mit 30fps begnügen. Aber mir reicht das 🙂 Da mich dieses ganze Testen aber recht lange aufgehalten hatte wurde der Beitrag und die Testvideos leider nicht mehr rechtzeitig für das Voting fertig. Spaß gemacht hat der Test dennoch.

Fazit:

Alles in allem muss ich sagen, dass so eine kleine Super-Weitwinkel Video Kamera schon Spaß macht. Es lassen sich durch den Weitwinkel tolle Aufnahmen und Blickwinkel festhalten. Und die kompakte Bauweise lässt die Kamera in zahlreichen Einsatzzwecken ihr Können beweisen. Ob ich mir eine solche Kamera für rund 250 € kaufen würde? Als Gadget-Fan vermutlich schon 🙂 Die QBiC MS-1 liegt in der selben Preisklasse wie der Wettbewerb, zumindest bei den Einstiegsmodellen. Kauft man sich noch passendes Zubehör, wird es schnell ein wenig teurer. Aber solche Kameras haben ihren ganz besonderen Einsatzzweck. Nämlich schnelle und spontane Schnappschüsse und Videos in toller Qualität. Und genau dafür sollte man sie kaufen!

Hier noch die zwei Testvideos, die allerdings für den Upload nach Youtube noch mal heruntergerechnet wurden, da gerade das 5-Minutenvideo mit 700 MB Stunden für den Upload gedauert hat. Zudem zeigt Youtube die Videos im Standard auch nur mit 720p an. Aber man kann erkennen, was man mit der QBiC so anstellen kann.

Wer noch mehr von der QBiC sehen möchte sollte die Facebook-Seite besuchen.

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Hinweis zu unseren Produkttests: Wir bekommen hin und wieder Anfragen von Unternehmen zu Produkttests. Sofern die Produkte zu uns und unseren Themengebieten passen, nehmen wir solche Produkttests an. Dabei wird vereinbart, dass uns das Unternehmen das zu testende Produkt zusendet und nach dem Test kostenfrei überlässt. Im Gegenzug testen wir das Produkt im Rahmen unserer Möglichkeiten entweder alleine oder in einem passenden Projekt. Wir lassen uns von den Unternehmen nicht diktieren, wie wir die Testartikel zu erstellen haben. Wir veröffentlichen unsere freie redaktionelle Meinung und in der Regel eigenes Foto- oder Videomaterial. Bei Fragen zu unseren Produkttests freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.