Der Frühling ist da und man freut sich darauf endlich wieder die Fenster tagsüber offen zu lassen. Darauf freuen sich auch die fliegenden Plagegeister, die jede noch so kleine Lücke finden, um ins Innere der Behausung zu gelangen. Wohl dem der Insektenschutzgitter vor seine Fenster montiert hat. Solche Vorrichtungen kann man sich heutzutage ja überall kaufen, sogar im Internet. Dass man sich durchaus hochwertige Bausätze kaufen kann, die perfekt auf die eigenen Fenster passen, habe ich bereits 2013 in einem Produkttest beschrieben. Aber auch diese Branche hat sich weiterentwickelt und man bekommt die Insektenschutzgitter inzwischen schon als Fertigelemente auf Maß geliefert. Das ist deutlich bequemer als ein Bausatz. Und je nach handwerklichem Geschick auch besser. Für Allergiker gibt es bei der Firma TEOFIX sogar noch ein spezielles Gewebe, das nicht nur Insekten sondern sogar Feinstaub und Pollen draußen hält.

Fertigelement auf Maß oder Bausatz zusammenbauen?

Eines vorweg: Egal für welche Variante man sich entscheidet, die Qualität des Endproduktes ist top. Vor knapp drei Jahren durfte ich bereits die TEOFIX Bausätze testen. Die Einzelteile konnte man dann anhand der Anleitung recht einfach auf sein individuelles Fenstermaß zurechtschneiden und zusammenbauen. Mit dem passenden Werkzeug und etwas handwerklichem Geschick ist das überhaupt kein Problem. Man muss nur sorgfältig arbeiten. Denn sonst bleiben doch ein paar Millimeter Spalt offen und die Mücken kommen ins Haus. Aber es hat auch nicht jeder Lust auf Selbstmontage. Das hat sich vermutlich auch die Firma TEOFIX gedacht und kurzerhand Insektenschutzelemente auf Maß ins Programm genommen. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an TEOFIX für die kostenfreie Bereitstellung eines Testexemplars.

Im Online-Shop wählt man zwischen Bausatz oder Fertigelement. Danach konfiguriert man seinen Insektenschutz-Spannrahmen für die Maßfertigung. Dazu gibt man Höhe und Breite des Spannrahmens, die Farbe des Rahmens und das gewünschte Gewebe an. Damit der Rahmen später passgenau am Fenster anliegt muss man noch das Falzmaß angeben, damit die Winkellaschen genau passen. Mehr ist es nicht. Schon wenige Tage nach Abschicken der Bestellung kommt der fertig auf Maß montierte Insektenschutzrahmen per Spedition nach Hause. Wie das ganze dann aussieht, habe ich in dem kleinen Video für Euch zusammengestellt.

Maße eingeben und fertig ist der Insektenschutz

Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Damit der Spannrahmen auch wirklich gut vor dem Fenster eingespannt ist und dicht mit dem Fensterrahmen abschließt sollte man sich beim Ausmessen wirklich Mühe geben. Vermessen ist teuer. Denn entweder passt der Rahmen nicht über das Fenster, es bleiben also an den Seiten oder Oben/Unten Lücken zum offenen Fenster. Oder die Winkellaschen, die den Rahmen über den Fensterfalz festklemmen, sitzen zu lose. Auch dann bleiben Lücken, die von dem Mücken zielstrebig entdeckt und genutzt werden. Sorgfalt ist also geboten. Aber das Ausmessen ist denkbar einfach. Teofix FensterbemassungDamit das Ausmessen des perfekten Insektenschutzrahmens wirklich jedem gelingt, hat TEOFIX im Shop eine einfache Anleitung bereitgestellt. Neben der hier angezeigten Hilfszeichnung wird im Shop unter dem Punkt „Richtig messen“ genau beschrieben, worauf es ankommt. Zudem kann man sich die Anleitungen inkl. Tipps bei Besonderheiten auch als PDF für unterschiedliche Fenstermaterialien herunterladen.

Man misst dann die lichte Breite und Höhe, addiert jeweils 30 mm dazu und hat die Abmessungen, die man bei der Bestellung als „Höhe“ und „Breite“ in Millimetern eingibt. Die Zugabe von 30 mm dient der Überdeckung des Fensters, d.h. der Spannrahmen steht später überall 15 mm über. Neben Höhe und Breite ist das Falzmaß noch sehr wichtig. Dieses definiert, wie eng oder weit der Rahmen später am Fenster anliegt. In unserem Fall habe ich 21 mm gemessen. Die gelieferten 26 mm Winkellaschen haben dann perfekt über die Gummidichtung am Fensterrahmen gepasst, wie man in den Galeriebildern erkennen kann.

Mit den Fertigelementen spart man sich einiges an Zeit und Arbeit. Denn neben genauem Messen und Sägen muss man bei den Bausätzen einiges Schrauben und Zusammenfügen. Und das Einpassen des Insektenschutzgitters mit dem Keder ist ganz schön anstrengend. Da ist ein fertig montierter Rahmen schon eine feine Sache. Das einzige, das man hier noch selbst erledigen muss, ist das Befestigen der Winkellaschen. Aber das geht denkbar einfach, muss aber individuell an das eigene Fenster angepasst werden. Zuletzt hebt man den fertigen Insektenschutz durch das Fenster, steckt ihn oben mit den langen Laschen in den Falz, schiebt ihn nach oben bis der untere Rahmen mit den Laschen ebenfalls passt und lässt den Rahmen dann nach unten sinken. Wie passgenau das aussieht, kann man in den Fotos in der Galerie sehen. Da kommt kein Insekt mehr durch.

Noch ein paar technische Details

  • Rahmenbreiten von 500 – 1500 mm
  • Rahmenhöhen von 500 – 1600 mm
  • 7 unterschiedliche RAL-Farben von Weiß bis Anthrazit
  • 4 Gewebetypen in unterschiedlichen Farben
  • Hochwertig pulverbeschichtete Aluminiumprofile
  • Unsichtbare Verschraubungen im Rahmen
  • Schrauben und Muttern aus rostfreiem Edelstahl
  • Zertifiziertes Partikelschutzgewebe
  • Bis zu 75% Feinstaubrückhalt
  • Bis zu 93% Pollenrückhalt
  • Bis zu 67% Lichtdurchlässigkeit
  • Hochgradig luftdurchlässig

Mehrwert für Allergiker – Gewebe gegen Pollen

5plus dust evo Partikelschutzgewebe forteKlassische Insektenschutzgitter halten – wie es der Name sagt – Insekten ab. Bei TEOFIX kann man aber auch unterschiedliche Gewebearten auswählen. So gibt es neben einem Hitzeschutzgewebe, das bis zu 65% der Sonnenwärme zurückhält, auch sogenanntes Haustiergewebe. Letzteres wird gerade Katzenbesitzer freuen, denn das Gitter ist äußerst reiß- und kratzfest und hält auch Katzenkrallen stand. Doch das wirklich innovative ist das neue Partikelschutzgewebe. Dieses besondere Gewebe hat eine geringere Maschenweite im Vergleich zu herkömmlichen Insektenschutzgittern. Trotzdem kommt ausreichend Luft durch und es ist kaum sichtbar. Der Blick durch das Gitter ist also problemlos möglich. Mehr Details zu diesem Gewebe auf der Produkteseite.

Das Partikelschutzgewebe in der Qualität „5plus dust evo forte“ hält nach Angaben des Herstellers bis zu 92,8% der Gräserpollen zurück. Der Wert gibt den Unterschied zu einem geöffneten Fenster nach ISO 12103 1 A1 an. Das wird jeden Pollen-Allergiker sehr freuen, denn mit dem Frühling kommen auch die Pollen wieder, wie man anhand des Pollenflugkalenders recht einfach nachlesen kann. Wie man in dem Foto unten sehen kann, ist es ein deutlicher Fortschritt solche Filterwerte mit einem offenmaschigen Gitter zu erreichen. Links im Bild ist herkömmliches Partikelschutzgewebe zu sehen. Das ist beinahe blickdicht und lässt auch kaum Luft durch. Beim rechten Gitter dagegen sieht man den Boden sehr gut und Luft bläst man hier ganz leicht hindurch.

Teofix Gewebevergleich

(Bildrechte: Fotos von Matthias Blaß, Grafiken von TEOFIX)



Hinweis zu unseren Produkttests: Wir bekommen hin und wieder Anfragen von Unternehmen zu Produkttests. Sofern die Produkte zu uns und unseren Themengebieten passen, nehmen wir solche Produkttests an. Dabei wird vereinbart, dass uns das Unternehmen das zu testende Produkt zusendet und nach dem Test kostenfrei überlässt. Im Gegenzug testen wir das Produkt im Rahmen unserer Möglichkeiten entweder alleine oder in einem passenden Projekt. Wir lassen uns von den Unternehmen nicht diktieren, wie wir die Testartikel zu erstellen haben. Wir veröffentlichen unsere freie redaktionelle Meinung und in der Regel eigenes Foto- oder Videomaterial. Bei Fragen zu unseren Produkttests freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.