Spricht man von den „Schattenseiten“, sind meist weniger vorteilhafte Lebensumstände damit verbunden. Das ändert sich sofort, wenn der Begriff in Verbindung mit einer schönen Markise fällt. Damit nicht nur die Sonne, sondern auch das edle Markisentuch erstrahlt und zudem die Technik mitspielt, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Guter Sonnenschutz ist wichtig

Eine Markise schützt den Sitzplatz vor intensiver Sonneneinstrahlung

Eine Markise schützt den Sitzplatz vor intensiver Sonneneinstrahlung © D. Ott Fotolia.com

Ohne den erdnächsten Stern wäre menschliches Leben auf unserem Planeten nicht möglich. Wie wichtig das Sonnenlicht fürs Gemüt ist, kann jeder in besonders trüben Monaten selbst bei sich feststellen. So waren die Bürger des italienischen Bergdorfes Viganella von den jährlichen 83 Tagen ohne Sonnenlicht so genervt, dass sie einen riesigen, steuerbaren Spiegel aufstellten, der seither die winterlichen Sonnenstrahlen direkt auf den Dorfplatz lenkt. Die Sonne ist zweifelsohne etwas Wunderbares – wenn da nicht die gefährliche UV-Strahlung wäre. Die Strahlung selbst wird vom Menschen nicht wahrgenommen, erst der Sonnenbrand weist auf das zu lange Bad in der Sonne hin. Doch mithilfe einer Markise lässt sich der schöne Sonnentag auf der Terrasse oder dem Balkon völlig unbeschwert genießen.

Die ganze Vielfalt der Markisen

Inzwischen ist das Angebot an Markisen so umfangreich, dass für jeden Geschmack und Stil das Passende dabei ist. Ob für den Balkon, die Terrasse, den Wintergarten, an der Fassade oder für eine frei stehende Lösung; für jeden Einsatzbereich werden individuelle Markisen angeboten. Im Wesentlichen unterteilen sich die Beschattungssysteme in zwei Gruppen, die Gelenkmarkisen und die Fallarmmarkisen. Bei der Gelenkarmmarkise wird das Markisentuch mit mechanischen Armen bewegt und so auf Spannung gebracht. Ins System integrierte Zugfedern und Stahlseile sorgen für eine dauerhafte und zuverlässige Funktion. Bei der Teleskoptechnik werden die Einzelsegmente des Teleskoparms mithilfe von Gasdruckfedern auseinandergeschoben. Die Fallarmmarkise spielt ihre ganzen Vorteile direkt an der Fassade und an den Fenstern aus. Das Markisentuch befindet sich hier auf einer Tuchwelle und lässt sich durch Arme, die am unteren Ausfallprofil angebracht sich, stufenlos ausschwenken. So lässt sich der Lichteinfall sehr schön regulieren.

Das Markisentuch und seine Vorzüge

Manchmal wird das Markisentuch auch als Membrane bezeichnet. Das macht insoweit Sinn, als dass manche Tücher sehr lichtdurchflutet wirken, und dennoch die schädliche UV-Strahlung außen vor lassen. In den meisten Fällen wird für die Bespannung ein Acryltuch gewählt. Das Material ist hoch lichtecht, reißfest, kälte- und hitzeunempfindlich, schnell trocknend sowie beständig gegen UV-Licht. Mit einer Imprägnierung versehen, ist es zudem Schmutz abweisend und wetterfest. Werden die Pflegehinweise beachtet, können sich die Bewohner viele Jahre an der Markise erfreuen. Das Obermaterial des Markisentuchs sollte regelmäßig von Schmutz und Fremdkörpern befreit werden. Leichte Verunreinigungen können ausgebürstet (weiche Borsten) oder mit einem farblosen Radiergummi entfernt werden. Auch eine leichte Seifenlösung (Wassertemperatur ca. 30 °C, Seife 5 %) lässt sich zur Reinigung verwenden. Für eine starke Verschmutzung gibt es im Fachhandel spezielle Tuchreinigungsmittel. Auf keinen Fall dürfen aggressive Reinigungsmittel (Scheuermittel) und Hochdruckreiniger eingesetzt werden.

Die Besonderheiten der Markisenpflege

Alleine durch die fachgerechte Montage und Neigungseinstellung der Markise entsteht ein gewisser Reinigungseffekt. Das abfließende Regenwasser rückt Staub und Schmutz ordentlich zu Leibe. Wichtig ist hierbei, dass die Markisentücher nie in nassem Zustand eingefahren werden. Hier droht sonst Schimmelbildung. Nach einem Sturm wird die Markise zum Trocknen einfach wieder ausgefahren. Das Markisentuch ist zwar vom Hersteller bereits imprägniert, doch jede intensive Reinigung wirkt sich auch auf die „Beschichtung“ aus. Ein Spezialmittel aus dem Fachhandel (ähnlich einer Zeltimprägnierung) hält das Tuch über Jahre hinweg wetterfest. Die Mechanik einer Markise zeigt sich relativ wartungsarm. Hin und wieder sollten die beweglichen Teile mit einem Silikonspray behandelt werden. Wer sicherstellen möchte, dass die Markise für viele Jahre ihren Dienst verrichtet, gönnt ihr ein Wartungsintervall des Fachmanns. Da steht dem Sonnengenuss eigentlich nichts mehr im Wege.

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