Motorsense für die Gartenarbeit

Motorsense für die Gartenarbeit
© Matthias Blaß

Miete ich mir eine Motorsense oder kaufe ich sie? Lohnt sich das eine oder das andere mehr? Generell ist diese Frage natürlich für jedes Gartengerät oder Werkzeug zu stellen. Man kann bei einigen Dingen vielleicht „mieten“ durch „leihen“ ersetzen, wenn man den freundlichen Nachbarn fragt. Aber dennoch stand ich vor ein paar Wochen genau vor dieser Fragestellung.

Wir haben am Ende unsere Grundstücks einen Knickwall und dahinter einen Bewässerungsgraben. Der wurde nie gepflegt und war dementsprechend verwildert. Die großen Eichen wurden im Zuge der Grundstückserschließung gekappt. Aber das Kleingehölz, wie extrem schnell wachsende Pappeln, oder das ganze Brombeer-Gestrüpp sind geblieben. Gerade die Brombeeren wuchern ohne Rücksicht auf unsere Bepflanzung. Also war klar, dass wir jetzt im 3. Jahr endlich mal was machen mussten.

Für die Pappeln (und unser Brennholz) haben wir eine vor zwei Jahren schon kleine elektrische Kettensäge gekauft. Aber bei der Motorsense stand ich vor der Frage: Kaufen oder Mieten. Ich war schon ein paar Mal bei Rentpartner um die Ecke, um eine Rüttelplatte zu leihen. So was lohnt sich nun wirklich nicht zu kaufen. Es sei denn, man kann pflastern sein alleiniges Hobby nennen. Aber im Ernst. Bei Rentpartner kostet eine Benzin-Motorsense zwischen 38 und 57 Euro (Tag/Wochenende). Bei erento zwischen 20 und 60 Euro. Oft kommt dann noch mal eine Kaution dazu.

Wir haben zwar vor, den Graben irgendwann zuzuschütten und Rohre reinzulegen. Aber bis es soweit ist, muss ich mindestens 1-2 Mal im Jahr ran, wenn ich dem Gestrüpp Herr werden will. Das bedeutet also mindestens 76 Euro/Jahr wenn ich zu meinen Freunden bei Rentpartner gehe, um mir eine benzinbetriebene Motorsense zu leihen.

Wenn man dann mal ein wenig nach Motorsensen googelt, findet man recht schnell Produkte ab 100 Euro. Eine preiswerte Motorsense wäre also bereits im zweiten Jahr rentabel. Okay, wenn  ich eine gute Stihl kaufe, dann muss ich vielleicht ein paar Jährchen länger damit arbeiten, um die Mietkosten wieder reinzuholen. Aber muss es für solche Arbeiten unbedingt ein Highend-Gartengerät sein?

Ich habe mich auf das Experiment „preiswerte Motorsense“ eingelassen und mir über Ebay eine Timbertech-Motorsense gekauft. Über eine Auktion habe ich so inkl. Versand gerade mal 75 Euro bezahlt. Der Onlineshop des Ebay-Händlers verkauft sie direkt ab 113 Euro. Ich war natürlich zuerst auf die Qualität gespannt. Denn insgesamt tendiere ich mittlerweile schon eher in Richtung „Qualitätswerkzeug“. Aber als die Sense kam und ich sie zusammengebaut hatte, war ich doch recht positiv überrascht. Stabiles Alugestänge und der 3 PS Motor sah auch ganz gut aus.

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Mein Nachbar und ich haben inzwischen ca. 60m Graben freigemäht. Alles problemlos und gut handzuhaben. Im Lieferumfang war neben der 3-Zahn-Klinge sogar noch ein Fadenkopf, mit dem man den Rasen trimmen kann, das passende Werkzeug und ein kleiner Mischbehälter für das Benzin-Öl-Gemisch. Und der TÜV-Stempel ist auch drauf.

Um abschließend meine zu Beginn gestellt Frage zu beantworten: Wer ein „größeres“ Gartengerät wie eine Benzin-Motorsense benötigt, und das nicht nur alle paar Jahre mal, für den lohnt sich sicher ein Kauf. Man sollte eben einfach mal den Mietpreis dem Kaufpreis gegenüberstellen. Für uns rechnet sich das allemal – gerade wenn man sich auch mit einem Nachbarn zusammentun kann. Und nicht nur bei der Motorsense. Wir haben zu Beginn unserer Gartenarbeiten auch einen günstigen Betonmischer gekauft. Der ist jetzt zwei Jahre alt und schon ganz schön durchgerockt. Aber dank „20% auf alles“ hat er auch nur 115 Euro gekostet. Und hol Dir mal so ein Teil mit einem PKW vom Mietcenter ab …