Bald startet sie wieder: Die neue Badesaison am Schwimmteich. Damit das Baden richtig Spaß macht und man in den Genuss klaren sauberen Wassers kommt, muss man allerdings auch seine Teichanlage pflegen. Der Aufwand hält sich allerdings in Grenzen, denn die eigentliche Reinigung des Wassers im Schwimmteich übernimmt der zugehörige Filterteich. Damit der das aber richtig gut macht, muss man ihn entsprechend pflegen.

Das System Schwimmteich und Filterteich

In einem natürlich angelegten Schwimmteich – manche nennen ihn auch Naturbadeteich – sammelt sich allerhand „Natur“, die das Wasser „verschmutzt“. Das fängt bei Staub und Pollen an, die der Wind im Frühjahr und Sommer ins Wasser weht und hört bei Blättern im Herbst nicht auf. In manchen Badeteichen wurden auch Pflanzzonen direkt in den Badebereich eingeplant, die zusätzliche Nährstoffe in den Schwimmteich befördern. Diesen Umstand der zusätzlichen Nährstoffzufuhr sollte man bedenken, wenn man sich einen Badeteich bauen lassen möchte.

Filterteich nach Frühjahrsputz

Filterteich nach Frühjahrsputz
© Matthias Blaß

All diese Nährstoffe fördern das Algenwachstum, was das Badewasser immer wieder grünlich werden lässt. Solche „Algenblüten“ sind allerdings ganz normal und natürlich. Wenn man den Nährstoffeintrag reduzieren kann, sterben die meisten Algen nach wenigen Tagen ab und sinken als Sediment auf den Grund. Dieses Sediment muss nun aus dem Schwimmteich transportiert werden, da es ansonsten wieder zu neuem Nährstoff für die nächste Algengeneration wird. Diesen Abtransport des Sediments übernehmen in der Regel Pumpsysteme, die das Sediment in den Filterteich transportieren.

Im Filterteich dient das Sediment auch als Nährstoff. Allerdings nicht den Algen sondern hauptsächlich den im Filterteich lebenden Pflanzen. Ein gut geplanter Filterteich hat unterschiedliche Pflanzzonen in Flachwasser- und tieferen Bereichen. Verschiedene Pflanzenarten übernehmen in einem Filterteich die unterschiedlichsten Aufgaben, egal ob Unterwasserpflanzen oder Röhricht. Und die Hauptaufgabe dieser „Filterpflanzen“ ist die Reinigung des Wassers, damit es am Ende wieder „gesäubert“ zurück in den Schwimmteich gepumpt werden kann. In einem gut funktionierenden System mit ausreichend dimensioniertem Filterteich kann bei der Filterung des Wassers gänzlich auf  eine mechanische Filterung verzichtet werden. In unserem Schwimmteich klappt das jetzt seit 3 Jahren problemlos.

Pflege des Filterteichs

Damit der Filterteich seiner Hauptaufgabe nachgehen kann, muss er auch einem Früjahrsputz unterzogen werden. Dazu entfernt man einen Großteil der abgestorbenen Pflanzenreste der Unterwasserpflanzen aus dem Wasser. Ein Teil kann durchaus verrotten und sorgt dafür auch für Nahrungsnachschub für die neuen Generationen. Allerdings muss man einen Teil durchaus entfernen, da ansonsten der Filterteich zu schnell verschlammt und irgendwann kein ausreichendes Wasservolumen mehr für seine Filterfunktion hat.

Abgeschnittes Röhrricht und Pflanzenreste aus dem Filterteich

Abgeschnittes Röhrricht und Pflanzenreste aus dem Filterteich
© Matthias Blaß

Neben den abgestorbenen Resten der Unterwasserpflanzen schneidet man im Frühjahr auch das Röhrricht ab. Wir lassen dieses über den Winter immer stehen. Erstens sieht es ganz schick aus, wenn das Schilf zwischen Eis und Schnee aus dem Teich ragt. Und Zweitens dient es auch der Sauerstoffzufuhr. Denn gerade bei Frost, wenn das Wasser zugefroren ist, kann ein Mangel an Sauerstoff auch zu einer tödlichen Falle für die Lebewesen im Filterteich werden. Man kann das Wasser mit einem Eisfreihalter offenhalten oder die Sauerstoffzufuhr durch das Schilf ermöglichen.

Ist der Filterteich wieder auf Vordermann gebracht, kann man sich bald wieder schönen klaren Badewassers in seinem Schwimmteich erfreuen. Denn sobald das Wachstum der Filterpflanzen beginnt, startet der natürliche Filtermechanismus und das System aus Schwimmteich und Filterteich zeigt seine gewünschte Wirkung.

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