Freie Hand für die Sicherheit. Malerarbeiten ohne Sicherheitsrisiko und ohne Rückenschmerzen. Ein Traum für jeden Heimwerker. Klingt jetzt erst einmal nach nichts besonderem. Aber wer schon mal ein Zimmer gestrichen hat, weiß vielleicht wovon ich Rede. Da wird der Farbeimer auf die Leiter gestellt, damit man sich nicht bücken oder ständig von der Leiter steigen muss. Bei einem großen Farbeimer bleibt dann kein Platz mehr für den Maler selbst. Oder man klemmt den Eimer mit den Knien auf einer Stufe fest. Ganz mutige nehmen den Eimer in die eine Hand, steigen auf die Leiter und tauchen Pinsel oder Rolle mit der anderen Hand in den Eimer. Wohl dem der einen guten Schutzengel hat – oder eine gute Unfallversicherung. Oder FREEHAND.

Als wir vor Weihnachten unser Büro renoviert haben hatte ich genau dieses Problem. Die großen Flächen sind dabei gar nicht so tragisch. Da hat man den 10 Liter Eimer auf dem Boden stehen und taucht den Stab mit der Walze rein. Das geht sehr gut. Aber sobald es an die Vorarbeiten geht und man in den Ecken, Wandübergängen und Fensterlaibungen mit Pinsel oder kleiner Rolle vorstreichen muss, kommt man um eine Leiter meist nicht herum. Zumindest wenn man kein 2 Meter Mann ist.

FREEHAND – Freie Hand für Maler

Malerwerkzeug Freehand Mini 500Aber es gibt ja zu jedem Problem eine Lösung. Entweder improvisiert man oder man kauft sich das passende Werkzeug. In diesem Fall das passende Malerwerkzeug. Oder man lässt es sich zum Testen zur Verfügung stellen. Dieses Glück hatte ich mit dem Freehand – einer Systemlösung für Malerarbeiten, die sicheres Arbeiten mit freien Händen ermöglicht – und die mir von der Colorus GmbH, dem Betreiber des Online-Shops 1A Malerwerkzeuge, zum Testen bereit gestellt wurde.

Als die Anfrage zu einem Produkttest kam, war ich erst skeptisch. Da mein Vater gelernter Maler ist, habe ich die Grundlagen von ihm mitbekommen. Und er hat nie solche Speziallösungen benutzt. Weder mit Farbe aufladbare Rollen noch sonstige Maler-Tools, die man z.B. von den Shopping-Sendern kennt. Und bisher kam ich auch immer gut ohne zurecht. Aber das Freehand-System sah irgendwie auf der Website interessant aus. Und warum nicht einfach mal über seinen konservativen Schatten springen und sich auf etwas Neues einlassen.

Freehand Mini 500 SetNur wenige Tage nach der Absprache mit der Fa. Colorus kam das Paket mit dem Freehand Mini Set. Ich hatte gesagt, dass ich noch ein paar Ausbesserungsarbeiten und noch 2 Fensterlaibungen zu streichen hätte. Daraufhin hatten wir uns auf das Mini geeinigt. Das Mini-Set ist wie der Name schon sagt, das kleinere Set im Freehand Angebot. Es enthält neben dem Farbeimer Mini 500 eine Farbroller Auflagerampe, zwei Farbeimer Einsätze, den Holsta Hüftgurt, einen Heizkörper Roller, einen 50er Flachpinsel und die Bedienungsanleitung. Bei dem Namen des Hüftgurts – Holsta – musste ich spontan an Ikea denken. Aber die haben nur das Pinselset „Mala“.

Farbeimer mit Einsatz Werkzeug und RollerauflageAber Spaß bei Seite. Ich wollte ja schon wissen, ob das Freehand wirklich was taugt. Das Material ist robust und gut verarbeitet. Der Zusammenbau des Sets geht recht einfach. Die Bedienungsanleitung lässt man als Profi-Heimwerker ja erst mal weg ;). Der Hüftgurt ist angenehm breit und der Halter für den Mini Farbeimer wird einfach eingefädelt. In den Eimer setzt man dann den Einsatz, der ein Reinigen des Farbeimers nach Gebrauch vermeidet. In die vorgesehenen Einbuchtungen an den Eimerseiten drückt man dann noch die Farbrollerauflage rein. Dann kann man die Farbe in den Eimer schütten. Dabei füllt man den kleinen Mini 500 Eimer nur knapp bis unter die Rollerauflage.

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Da der Eimer einen Henkel hat, kann er ganz normal getragen werden. Um nun sicher auf einer Leiter arbeiten zu können, hängt man den Eimer einfach an den Holsta-Hüftgurt. Dazu wird der Eimer, der an der Rückseite eine Einkerbung hat, einfach auf den Holsta geschoben bis er einrastet. Das hält super fest und kann nur durch das Lösen einer Taste wieder entriegelt werden. Dadurch muss man keine Angst haben, dass der Eimer aus der Arretierung rutscht und man die ganze Farbe auf dem Boden verteilt. Auch die Gürtelschnalle hat eine zusätzliche Arretierung, so dass auch hierbei ein versehentliches Öffnen fast unmöglich ist.

Freehand Mini-Eimer am Holsta-HüftgurtMit dem Freehand Mini 5oo Eimer an der Hüfte kommt man sich ein wenig wie ein Westernheld vor. Nur dass man eben keinen Colt sondern einen Pinsel schwingt. Das Gefühl ist erst einmal ein wenig ungewohnt. Aber da der Eimers nicht so voll ist, merkt man das Gewicht kaum und gewöhnt sich recht schnell an die Umstellung beim Arbeiten. Es fällt vor allem sofort auf, wenn man dann wirklich mal auf eine Leiter steigt. Man hat plötzlich eine Hand frei und muss sich auch nicht ständig nach unten beugen, um Rolle oder Pinsel in den Eimer zu tauchen, sondern steckt diese einfach an seiner Körperseite in den Eimer. Geht super. Und man vermeidet auch das ständige von der Leiter herabsteigen.Farbeimer Einsatz mit Farbresten

Über den Zweck der Eimereinsätze bin ich mir noch nicht ganz so im klaren. Okay, man muss nach dem Arbeiten den Eimer nicht reinigen und kann einfach den Einsatz rausnehmen und wegwerfen. Aber die Dinger kosten auch jedes Mal 99 Cent für den kleinen Mini 500. Da würde ich mir schon überlegen, ob man nicht den Eimer einfach gleich nach der Arbeit sauber macht. Ich habe die restliche Farbe zurück in den „normalen“ Farbeimer geschüttet und den Einsatz einfach trocknen lassen. Dann müsste dieser beim nächsten Mal einfach wieder zu verwenden sein. Zumindest wenn man wieder die gleiche Farbe benutzt. Oder man reinigt den Einsatz.

Insgesamt muss ich zugeben, dass man sich mit dem passenden Werkzeug das Leben auch als Heimwerker leichter machen kann. Für Ausbesserungsarbeiten, bei denen man auf einer Leiter herumturnen muss, oder z.B. bei Fensterlaibungen, leistet das Freehand Mini 500 vorzügliche Dienste. Leicht zu montieren, einfach im Gebrauch und eigentlich immer wieder zu verwenden. Da ist ein Preis von 19,94€ durchaus angemessen. Und auch die anderen Sets und Zubehörteile für das Freehand-System sind durchaus interessant. Mal schauen. Mein Vater hat ja noch ein paar Jährchen bis zur Rente. Vielleicht schenke ich ihm die Sets zum Geburtstag. Damit kann er sich das Leben bis zur Rente auch noch ein bisschen angenehmer machen.

Der Onlineshop selbst ist übrigens auch sehr übersichtlich gestaltet und wer sich für Vorkasse entscheidet erhält zusätzlich Rabatt. Zudem bietet 1A Malerwerkzeug ein um 7 Tage verlängertes Widerrufsrecht. Also einfach mal reinschauen und selbst austesten. Mein Fazit: Lohnt sich auf alle Fälle. Nicht nur für das FREEHAND.

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