Alle Jahre wieder werden im Frühjahr die Vorbereitungen für das bessere Wetter getroffen. Sobald es wärmer wird, möchte man wieder raus, die Fenster und Türen offenlassen, um Wärme und frische Luft in den Wohnräumen genießen zu können. Mit dem Genuss ist es aber schnell vorbei, wenn durch die neu gewonnene Offenheit plötzlich die kleinen geflügelten Plagegeister wieder den Weg nach Drinnen finden. Also werden in dem Zuge auch wieder die Insektenschutzgitter ausgepackt oder neue besorgt.

Wer noch keine passenden Fliegengitter hat, steht nun vor der Qual der Wahl: Schnell die günstigen vom Baumarkt oder Discounter kaufen (was oft ausreicht) oder doch gleich etwas Hochwertiges anschaffen, weil man lange etwas davon haben möchte. Die nächste Frage geht dann gleich in Richtung Bausatz (meistens günstiger), fertig zugeschnittene Einzelteile (schon mit weniger Arbeit verbunden) oder fix und fertig auf Maß zusammengebaute Insektenschutz-Fliegengitter vom Fachmann (der Königsweg). Heutzutage, wo man nahezu alles im Internet kaufen kann, sind auch Maßanfertigungen bezahlbarer. Wer handwerkliches Geschick und das passende Werkzeug hat, greift zum Marken-Bausatz. Denn hier kann man dank des eigenen Zeiteinsatzes einiges an Geld sparen. Wer eher zwei linke Hände hat oder einfach keine Lust, sich mit den teilweise frickeligen Montagen auseinanderzusetzen, der kauft fertige Maßgitter. Auch das gibt es heute bei den meisten Anbietern.

Ein solcher Anbieter ist die Empasa GmbH, die mit ihrem Online-Angebot insektenstop.net solche auf Maß gefertigten und komplett zusammengebauten Fliegengitter anbietet. Empasa bietet Insektenschutzgitter für normale Fenster, Dachfenster und Türen, aber auch Lichtschachtabdeckungen an. Im Rahmen eines Produkttests hat uns Empasa Fensterbausätze zur Verfügung gestellt, damit wir uns einmal über Material und Qualität der Fliegengitter einen Eindruck verschaffen können.

Teaser Insektenstop.net

Insektenschutzgitter als Bausatz

Im Empasa-Shop wählt man zunächst aus unterschiedlichen Produktlinien aus, die sich im Wesentlichen in der Rahmenstärke, dem Material für die Eckverbinder und in den Rahmenmaterialien (Alu oder Holz) unterscheiden. Danach wählt man die Rahmenfarbe aus und ob man einen Selbstbausatz, auf Maß geschnitten oder eben komplett aufgebaut haben möchte. Je nach Auswahl ergibt sich dann der Preis je Fliegengitter. Bei einem Standard-Grundmaß von 130 x 150 cm ergeben sich so z.B. Preise für das Modell „Master Slim“ von 28,95 € (Selbstbausatz) über 37,95 € (+9 € als Maßzuschnitt bei allen Größen) bis zu 65,95 € komplett montiert. Je nach Anzahl der zu schützenden Fenster kann man sich das schnell ausrechnen, ob der Selbstbau sich lohnt oder die Bequemlichkeit obsiegt. Für einige Modelle gibt es auch Sets mit 2, 4 oder mehreren Gittern, mit denen man auch noch mal etwas Geld sparen kann.





Wer nicht wirklich zwei linke Hände hat und einigermaßen DIY-affin ist, der kann getrost den Bausatz wählen. Der Lieferumfang ist komplett und das (tatsächlich) benötigte Werkzeug umfasst nur eine Metallsäge und einen Akkuschrauber. All das kann man zu Hause haben oder man leiht es sich beim freundlichen Nachbarn. Der Rest wird alles von Empasa mitgeliefert. Sogar ein Torx-Bit für die Rahmenverschraubungen und ein Metallbohrer für die Löcher.

Auspacken, sortieren, zurechtschneiden, zusammenbauen

Mehr ist es eigentlich nicht, was zu tun ist, um ein fertiges Fliegengitter zu erhalten. Das Material im Lieferumfang macht einen hochwertigen Eindruck. Die Alurahmen sind selbst in der nur 11 mm dünnen Slim-Version sehr stabil und verwindungssteif. Zunächst muss man die Alurahmen auf die richtige Länge kürzen. Dazu misst man die eigenen Fensterrahmen aus. Damit man hier nichts falsch macht, gibt es sowohl eine downloadbare Montageanleitung als auch eine Youtube-Videoanleitung (siehe weiter unten). Dann werden die Kunststoff-Verbinder in die Profile gesteckt. Hier gibt es bei Empasa eine wirklich clevere Lösung. Da die Rahmen im 90°-Winkel verschraubt werden, sind an den Verbindern Bohrlochschablonen angebracht, die man nach dem Bohren der Löcher einfach abschneiden kann. Das ist so einfach wie genial gelöst. Und klappt in der Praxis super. Die Löcher passen ganz genau.

Sind die Löcher gebohrt und die Rahmen grob zusammengelegt, setzt man die Befestigungsfedern, den oberen Handgriff und die Bürstendichtungen ein. Die Reihenfolge ist genau vorgegeben, so dass man hier nichts falsch machen kann. Es gibt auch eine Empfehlung, wie viele Federn man je nach Rahmenbreite unten einbauen sollte.

Hat man die Einzelteile zusammengesetzt, werden die Ecken mit den mitgelieferten Schrauben verschraubt. Das geht fix und die Rahmen sind ziemlich fest fixiert. Jetzt wird das Insektenschutzgitter aufgelegt und mit den Klemmleisten fixiert. Es wird hierfür zwar ein Gummihammer in der Anleitung empfohlen, das Eindrücken geht aber auch ganz gut mit der Hand. Wenn man mehrere Gitter nacheinander zusammenbaut, lohnt sich ein Hammer vielleicht zum Schutz vor Schmerzen. Zum Schluss schneidet man mit einem Cutter an der äußeren Seite der Klemmleiste die überstehende Gaze ab und fertig ist der Fliegenschutz als Selbstbausatz.

Praxis-Tipp 1
Ich empfehle, die Klemmleisten (für das eigentliche Gitter) und die Bürstendichtungen erst zuzuschneiden, wenn diese auch benötigt oder verbaut werden. Die Anleitungen sind hier nicht ganz eindeutig und bevor man sich verschneidet, macht man das lieber adhoc. Das geht problemlos während des Zusammenbaus.

Die Montage am Fenster geht recht einfach. Man kann den Rahmen sehr gut an dem oberen Haltegriff festhalten und das Fliegengitter von außen gegen den Fensterrahmen ziehen. Mit einer Hand hält man dann das Gitter oben fest und spannt die Klemmfedern nach innen an den Fensterrahmen. Wenn man das zunächst mit je einer Feder links, rechts, oben und unten macht, ist der Rahmen fixiert. Danach kann man den Rahmen noch fein ausrichten und alle restlichen Klemmfedern spannen. Damit hält der Insektenschutzrahmen super fest.

Praxis-Tipp 2
Die mitgelieferte Sicherheitsschnur braucht man sicherlich nur, bei sehr ruppigen Witterungsgegebenheiten. Denn die patentierten Klemmfedern halten den Insektenschutz sehr fest auf dem Fensterrahmen. Zudem will nicht jeder eine zusätzliche Schraube in den Fensterrahmen setzen, nur um eine Sicherungsschnur anzubringen. Die Idee ist grundsätzlich gut, auch weil es kostenlos mitgeliefert wird. Ob man es braucht oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

Meine Meinung zu den Insektenschutzgittern von Empasa:

Die Auswahl an unterschiedlichen Modellvarianten, das Material und die Zusammenstellung überzeugen. Dank der umlaufenden Bürstendichtung und den patentierten Klemmfedern gibt es so gut wie keine Möglichkeit für Insekten in den Wohnraum zu gelangen. Die schlanken Bauformen fallen kaum am Fenster auf und mit einer 5-jährigen Garantie sind auch vorsichtige Gemüter beruhigt. Gerade wenn man sich vielleicht auch für einen fertig montierten Fliegenschutz interessiert, bei dem für ein ganzes Haus dann doch schnell man ein paar hundert Euro fällig werden. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt jedoch und deshalb kann ich die Fliegenschutzgitter von insektenstop.net durchaus empfehlen.


Hinweis zu unseren Produkttests: Wir bekommen hin und wieder Anfragen von Unternehmen zu Produkttests. Sofern die Produkte zu uns und unseren Themengebieten passen, nehmen wir solche Produkttests an. Dabei wird vereinbart, dass uns das Unternehmen das zu testende Produkt zusendet und nach dem Test kostenfrei überlässt. Im Gegenzug testen wir das Produkt im Rahmen unserer Möglichkeiten entweder alleine oder in einem passenden Projekt. Wir lassen uns von den Unternehmen nicht diktieren, wie wir die Testartikel zu erstellen haben. Wir veröffentlichen unsere freie redaktionelle Meinung und in der Regel eigenes Foto- oder Videomaterial. Bei Fragen zu unseren Produkttests freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.