Diese Frage habe ich mir immer wieder mal gestellt. Vor allem immer dann, wenn ich mit dem bestehenden Werkzeugpool an die Grenzen gestoßen bin. Die meisten Heimwerker haben eine Stichsäge und eine Handkreissäge, ein paar wenige vielleicht noch eine Tauschsäge. Ich kenne aber kaum jemanden, der zusätzlich auch noch eine Tischkreissäge (TKS) hat. Also wozu sollte man sich solch ein Teil zulegen, das auch noch mehr Platz weg nimmt, als die anderen drei genannten Sägen zusammen.

Einsatzzwecke für Tischkreissägen

Ich kann mich an meine Jugendzeit erinnern, als ich bei meinem Großvater helfen musste, Feuerholz zu machen. Meistens wurde das Holz selbst im Wald geschlagen, dort auf Sterlänge gekürzt und dann nach Hause transportiert. Bevor es ofengerecht gehackt werden konnte, hat mein Großvater die Meterstücke immer mit einer Tischkreissäge geviertelt. damit man die Stücke später schön spalten konnte. Wer also Kaminholz benötigt und sein Holz selbst schlägt, hätte damit schon eine erste Verwendung für eine Tischkreissäge. Das Kürzen geht sicher damit einfacher als mit einer Kettensäge.

Lange Werkstücke mit einer Tischkreissäge kürzen

Lange Werkstücke mit einer Tischkreissäge kürzen
© contrastwerkstatt – Fotolia.com

Eine Tischkreissäge ist auch praktisch, wenn man „Serienschnitte“ durchführen muss. Mal angenommen, es steht der Bau einer Holzterrasse an, die 2,20 Meter tief und 7 Meter breit sein soll. Zugegeben, das ist nicht gerade eine große Terrasse, aber es geht um die Veranschaulichung des Einsatzzwecks. Da man die meisten Bohlen, egal ob Echtholz oder WPC in Normmaßen von 2 oder 2,50 Metern erhält, muss man hier eine ganze Menge gleicher Schnitte durchführen. Das geht mit einer Tischkreissäge wesentlich schneller, als z.B. mit einer Kapp- und Gehrungssäge.

Auch bei Bodenbelagsarbeiten im Innenbereich kommen die Vorteile einer TKS zum tragen. In den wenigsten Räumen wird das Laminat oder Parkett exakt in der Breite des Raums aufgehen. Ein Panel muss in der Regel immer auch in der Länge gekürzt werden. Die meisten machen das mit einer Stichsäge. Am besten mit einer Führungsschiene, um einen geraden Schnitt zustande zu bekommen. Die hat aber nicht jeder für seine Stichsäge. Die meisten Tischkreissägen haben eine solche Führungsschiene schon mit an Bord. Damit lassen sich auch längere Bretter oder Panele sauber teilen.

Auf dieser Website gibt es einen kleinen Film, in dem die unterschiedlichen Einsatzzwecke ganz gut verdeutlicht werden. In dem unten eingefügten Youtube-Video kann man auch noch mal einiges sehen.

Was kosten Tischkreissägen?

Einsatzzwecke gibt es also ausreichend. Und natürlich gibt es auch bei der Auswahl der passenden Säge nicht DIE eine richtige Antwort. Aber eines sollte jedem klar sein. Wer sich generell schon mit dem Kauf auseinandergesetzt hat, da er viel mit Holz arbeitet und eine TKS durchaus öfter zum Einsatz kommen würde, dem wird klar sein, dass er nicht die erstbeste Säge aus dem Baumarkt kaufen sollte. Es gibt sie von nahezu allen bekannten Herstellen und im Internet kann man schnell mal die Preise für eine neue Tischkreissäge vergleichen, bevor man tatsächlich eine kauft.

Sägeblatt einer Tischkreissäge

Sägeblatt einer Tischkreissäge
Klicker / pixelio.de

Man sollte auch auf die Details achten, wie

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  • Maximale Schnitthöhe, auch bei Schrägschnitten (45°)
  • Einstellbare Neigung des Sägeblatts
  • Justierung des Anschlags
  • Größe des Tischs (Auflagefläche), ggfs. Anbauteile zur Verlängerung
  • Gesamtgewicht für den Transport
  • Flexibilität des Sägeblatttauschs
  • Anschluss für Spanabsaugung
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Hat man all dies berücksichtigt, dann findet man sicher die passende Tischkreissäge für den persönlichen Einsatz. Die Preise schwanken wie bei den meisten Werkzeugen stark. Einsteigergeräte gibt es bereits für deutlich unter 100€, Profigeräte dagegen durchbrechen schnell die 1.000€ Schallmauer. Gute Heimwerker-Geräte von Bosch oder Metabo bekommt man aber schon um die 400€.

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