Gartenarbeiten im Sommer

Saatgut und Blumenzwiebeln © Marina Lohrbach – Fotolia

Natürlich sind die Sommermonate ideal dafür geeignet, um schöne und entspannende Stunden im heimischen Garten zu verleben. Jetzt heißt es die warmen Sonnenstrahlen genießen und sich an der grünen Oase direkt vor der Haustür zu erfreuen. Doch ein Garten kennt keinen Urlaub und so müssen verschiedene Arbeiten im eigenen Grün auch in den heißen Sommermonaten durchgeführt werden.

Gartenarbeiten im Juli

Auch im Juli möchte man sich über sauber geschnittene Hecken freuen können. Der Heckenschnitt sollte jedoch nicht in der größten Mittagshitze geschehen, da sich Blätter und Nadeln ansonsten braun verfärben würden. Nach dem Schnitt ist es ratsam, die Hecke ausgiebig zu gießen, um den Flüssigkeitsverlust durch die offenen Schnitte auszugleichen.

Wer seine Beete im Frühjahr nicht gemulcht hat, sollte diese fein aufhacken. Hierdurch belüftet man nicht nur den Boden, sondern zerstört auch die Kapillarkanäle. Durch diese wird bei einem festen Boden die Feuchtigkeit nach oben geleitet und verdunstet dort. In der Folge müssen Beete deutlich häufiger gegossen werden, was zusätzliche Arbeit bedeutet und den Gießwasserverbrauch erhöht.

Extratipp: Natürlich ist es sinnvoll, für alle sommerlichen Arbeiten im Garten akkubetriebene Gartengeräte zu verwenden, wie sie beispielsweise auf akkuline.de gefunden werden können. Diese Geräte bieten eine echte Entlastung für die schweißtreibenden Tätigkeiten im hochsommerlichen Garten und unterstützen den Hobbygärtner daher deutlich.

Anstehende Arbeiten im August

Holzige Pflanzen können leicht vermehrt werden, indem man Stecklinge bildet. Dies geht besonders einfach bei Heckenpflanzen wie Liguster, Buchsbaum oder Kirschlorbeer, jedoch auch bei veredelten Rosen und vielen Ziersträuchern. Lavendel wird im gleichen Jahr noch einmal blühen, wenn die Blütenstände direkt nach der Blüte abgeschnitten werden. Dies kann man ebenso bei anderen Pflanzen durchführen, wenn ein Großteil der Blüten bereits verwelkt ist. Sinnvoll ist diese Maßnahme auf jeden Fall, da die Bildung von Samen die Pflanzen viel Kraft kostet, die sie für neue Knospen besser verwenden könnten.

In den letzten Augustwochen sollte man daran denken, das Düngen langsam einzustellen (sofern kein Langzeitdünger verwendet wird), da die lichtarme Vegetationsruhe bereits in einigen Wochen einsetzt.

Im Hochsommer sollte man den Rasen etwas länger als fünf Zentimeter wachsen lassen. Hierdurch kann er sich selbst Schatten spenden und benötigt somit deutlich weniger Wasser. Verblühte Rosen sollten bis in den Spätsommer hinein kontinuierlich gekappt werden.

Gartenarbeiten im Altweibersommer (September)

Im September kann man noch schöne warme Tage im Garten verleben, aber die Nächte werden dann schon merklich kühler und der Herbst ist schon zu erahnen. Diese Zeit sollte man für das Umpflanzen von Stauden und Gewächsen nutzen, denn jetzt haben die Pflanzen bis zum Frühling ausreichend Zeit, sich an einen neuen Standort zu gewöhnen. Idealerweise wartet man mit dem Umpflanzen so lange, bis die Pflanze all ihr Laub verloren hat oder „ausgeblüht“ hat.

Im September sind in der Regel keine hochsommerlichen Temperaturen mehr zu erwarten. Daher kann man den Rasen wieder auf die optimale Höhe von etwa fünf Zentimetern kürzen. Die Monate September und Oktober sind eine gute Zeit, um den Rasen nochmals zu vertikutieren und nachzusäen. Blumenzwiebeln sollten jetzt für die kommende Saison in die Erde gesetzt werden, damit der Frühling wieder besonders bunt wird.

Der September bildet auch den Startschuss zur letzten Erntehochzeit. Fallobst, das man nicht verwenden kann, sollte entsorgt werden, denn wenn es auf dem Boden liegen bleibt, verfault es und zieht dadurch Pflanzenkrankheiten und Insekten an. So führen beispielsweise faule Äpfel auf dem Rasen zu Schimmelflecken und diese lassen das Gras absterben.

Auf jeden Fall sollte man diese sonnenreichen Monate intensiv im Freien verbringen, denn der nächste lange Winter verbannt uns uns wieder viel zu lange nach Drinnen.