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Heckenscheren und Astscheren gehören zu den am meisten beanspruchten Werkzeugen im Garten. Harz, Pflanzensäfte, Feuchtigkeit und mechanische Beanspruchungen setzen jeder Klinge bei jedem Einsatz aufs Neue zu. Werden diese Rückstände nicht regelmäßig beseitigt, verlieren die Klingen schnell ihre Schärfe, der Kraftaufwand steigt, und die Schnittwunden an den Pflanzen werden unsauber, was Krankheitsvorkommen begünstigt und den Wuchs schwächt. Wer dagegen seine Werkzeuge konsequent pflegt, verlängert deren Standzeit oft um mehrere Jahre und entgeht so teuren Neuanschaffungen.
Reinigung nach jedem Einsatz
Die Grundlage jeder Werkzeugpflege ist die konsequente Reinigung nach der Arbeit. Frische Pflanzenrückstände setzen sich mit warmem Wasser und einer Bürste meist rückstandslos ab, bei eingetrocknetem Harz hilft Harzlöser oder Bremsenreiniger, auch Brennspiritus. Wichtig ist, die Klingen anschließend unbedingt sofort mit einem trockenen Tuch abzureiben, denn schon kurze Standzeiten mit Feuchtigkeit führen zu den ersten Rostpunkten. Bei zweiteiligen Heckenscheren mit Schraubverbindung sollte auch die Achse regelmäßig kontrolliert werden. Wenn sie zu locker sitzt, quetschen die Klingen statt zu schneiden. Ein Nachziehen mit dem passenden Schraubenschlüssel dauert keine Minute und spart frühzeitigen Verschleiß an der Klingengeometrie.
Schärfen der Klingen, wenn die Präzision nachlässt
Eine scharfe Klinge erkennt man daran, dass sie dicke Zweige mit einem einzigen sauberen Schnitt trennt, ohne zu quetschen oder zu ziehen. Wenn die Schere dann Fasern hinterlässt oder mehrfach angesetzt werden muss, ist Schärfen fällig. Bei Bypass-Scheren wird lediglich die geschliffene Seite der oberen Klinge nachgeschliffen, und zwar mit einem Diamantschleifer oder einer feinen Feile im ursprünglichen Winkel von 20 bis 25 Grad.
Amboss-Scheren werden beidseitig geschärft. Auf jeden Fall muss die Bewegung immer in eine Richtung ausgeführt werden, vom Klingenrücken zur Schneide, niemals hin und her feilen. Nach dem Schleifen wird der Grat mit einem feinen Abziehstein entfernt. Für elektrische Heckenscheren mit doppelter Klingenreihe ist ein spezieller Klingenschleifer geeignet, der beide Schneiden gleichzeitig bearbeitet.
Wer sich das Schärfen nicht zutraut oder dessen Gerät sehr abgenutzt ist, findet unter https://www.heckenmeister.com/ (W) Fachleute, die neben dem Heckenschnitt auch die Pflege und Wartung der zu verwendenden Werkzeuge übernehmen. Eine Faustregel lautet: Handscheren nach etwa 20 bis 30 Betriebsstunden nachschärfen, Motorheckenscheren nach jeder größeren Saison.
Rostschutz durch Öl und Fett
Nach der Reinigung und dem Schärfen folgt der Korrosionsschutz. Ein dünner Film Nähmaschinenöl, Ballistol oder harzfreies Werkzeugöl genügt den meisten Handscheren. Mit einem Baumwolltuch wird das Öl aufgetragen, und die überschüssige Menge sofort abgewischt, damit sich kein Staub anlegt. Punktuelle Tropfengenehmigung für bewegliche Teile (Federn, Gelenke, Schraubverbindungen). Benzinbetriebene Heckenscheren erfordern darüber hinaus einen regelmäßigen Check von Luftfilter und Zündkerze. Ist der Filter verstopft, merkt man das an Leistungseinbußen und erhöhtem Spritverbrauch. Akkugeräte verlangen weniger Pflege, leiden jedoch ebenso darunter, wenn sie nicht trocken und bei zimmerwarmer Temperatur zwischen 10 und etwa 20 Grad Celsius gelagert werden. Nur dann halten die Lithium-Ionen-Zellen möglichst lange.
Richtig überwintern
Die Wintermonate sind oft entscheidend dafür, in welchem Zustand die Werkzeuge in die nächste Saison starten. Feuchte Gartenhäuser sind für Metallteile gefährlich, da sich unbemerkt Kondenswasser auf den Klingen niederschlagen kann. Wer keine frostfreie Unterbringung hat, sollte die Werkzeuge wenigstens in ölgetränktes Papier oder in eine geschlossene Werkzeugbox mit Silikagel-Beuteln packen. Am besten unterzieht man die Geräte vor dem Überwintern noch einem letzten Pflegeprogramm aus Reinigen, Schärfen und Ölen. Motorgeräte nimmt man ohne Sprit im Tank oder mit einem speziellen Winterkraftstoff auf, da handelsübliches Benzin schon nach wenigen Monaten zu Vergaserproblemen führen kann.
Wann der Austausch lohnt
Viel Pflege bringt nur begrenzt etwas. Bei stark ausgeschlagenen Gelenken, tiefen Scharten im Klingenmaterial oder verzogenen Schneiden ist der Austausch meistens die wirtschaftlichere Lösung. Ersatzklingen sind bei vielen Markenherstellern auch einzeln zu kaufen und lassen sich meist mit Normalwerkzeug problemlos selbst wechseln. Wer regelmäßig mit guten Werkzeugen arbeitet und diese auch regelmäßig pflegt, kann mit einer Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren rechnen. Bei Baumarktware sind es realistisch drei bis fünf Saisons, unabhängig davon, wie der Pflegeaufwand ist.
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