Stromfresser Kind – sind Kinderlose umweltschonender?

Zugegeben, ich habe die Headline von Focus-Online noch etwas zugespitzt. Aber wenn man das ganze nicht so ernst nimmt, könnte man glatt eine Lanze für uns DINKS brechen. Nach einer Umfrage von TNS Emnid und Check24 steigen die Stromkosten bei Familien mit Kindern mit zunehmendem Alter der Kinder. Klar, bei Kleinkindern benutzt man häufiger Waschmaschine und Trockner und sind die Kids älter und nerven mehr, dann werden sie vor die Daddelkiste oder die Glotze gesteckt. Und die fressen richtig viel Strom.

Der Stromverbrauch einer Familie steigt pro Kind je nach Alter zwischen 10 und 19 Prozent. Bei den 13-17 Jährigen macht das stolze 157 Euro Stromkosten pro Jahr aus. Ein Kommentator auf Focus-Online meinte, er setze sich mit seiner Familie beim Wäschewaschen vor die Waschmaschine, denn da würde das gleiche WischiWaschi laufen wie im Fernsehen. Recht hat er. Und Strom spart er dadurch auch noch.

Aber mal anders herum gedacht. Wenn Kinder den Stromverbrauch steigern, dann sind doch Kinderlose eigentlich umweltschonender, oder nicht? Denn wer viel Strom, also Energie verbraucht, der schädigt doch die Umwelt. Müsste man dann nicht auch eine Förderung für Kinderlose einführen? Vielleicht eine Umweltprämie? Am besten für jedes nicht vorhandene Kind. Vielleicht sollte ich doch in die Politik gehen …

5 Antworten zu “Stromfresser Kind – sind Kinderlose umweltschonender?”

  1. Nach dem, wie Familien bei uns unterstützt werden, könnte man denken die Regierung hat Deinen Beitrag schon vor langer zeit gelesen. Bei uns ist trotzdem das zweite unterwegs.

  2. Herzlichen Glückwunsch – Ihr Umweltsünder ;)

  3. Das ist wirklich ganz schön überspitzt, aber wahrscheinlich wirklich wahr.

  4. Familien mit Kindern sind einfach viel interessanter aus wirtschaftlicher Sicht gesehen, weil sie gar nicht darüber nachdenken, ob sie jetzt die eine oder andere Investition machen oder nicht. Sie müssen!
    Was ich damit sagen will ein Ehepaar, das keine Kinder hat (DINK) und Geld verdient, kann sich überlegen ob es ein Kombi oder eine Limousine sein soll; ob es eine Standheizung geben soll oder nicht; ob es eine neue Waschmaschine sein soll oder nicht.
    Eltern müssen investieren. Alles natürlich fürs Kind!
    DINKs können sparen… Sie haben die Wahl! Und das widerum ist nicht interessant.
    Und sind DINKs wirklich umweltfreundlicher? Sie fahren meistens jeweils ein Auto. Vielleicht gibt es noch eine “Yacht”. Sie fliegen öfter in den Urlaub. Sie haben eine große Wohnung, die beheizt werden muss… *thinking*

  5. Hallo Katrin,
    Schön dass sich eine Mutter (nehme ich mal an) zu Wort meldet. Auch wenn wir keine Yacht besitzen, muss ich Dir natürlich recht geben. Wenn man die Gesamtumweltbilanz betrachten müsste, dann würde unser 2. Auto wahrscheinlich schlechter abschneiden als ein Kind. Wer gesamtwirtschafltlich interessanter ist, mag ich mal dahingestellt lassen. Aber du hast Recht: Die einen müssen, die anderen können. Zum Glück war meine Aussage nicht ganz ernst gemeint, sonst würden wir hier evtl. noch eine sozialpolitische Diskussion vom Zaun brechen. Ich kann abschließend aber für uns DINKS (zumindest die in unserem Haushalt) behaupten, dass wir alles mögliche (und finanzierbare) tun bzw. schon getan haben, um die Umwelt zu schonen.