Warnung vor Uranbelastungen im Trinkwasser

Sucht man bei Google nach “Uranbelastung im Leitungswasser” wird man erstaunt sein, wie oft in Deutschland die Uranwerte im Trinkwasser zu Verbraucherwarnungen führen und die Presse darüber berichtet. Die chemische Zusammensetzung dieses Schwermetalls belastet unseren Organismus und schwächt unseren Körper, denn die toxische Wirkung ist bedenklich hoch. Nachweislich führen diese Belastungen in zu hohen Konzentrationen zu Organschäden und gelten als Verursacher von Krebs.

Trifft die Schuld die Wasserwerke?

Der Punkt ist eigentlich nicht das Uran, sondern die Frage wie es überhaupt dazu kommt, dass in deutschem Leitungswasser bedenklichen Konzentrationen von Blei, Uran, Nitrit, Kupfer, Asbest, Hormone sogar Medizinische Rückstände vorkommen und was man dagegen tun kann. Nähere Recherchen über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch führen zu einem Misstrauen der lokalen Wasserwerke. Verantworten können diese aber nur Betriebsstörungen die gegenüber dem wasserechtlich zugelassenen Normalbeitrieb abweichen. Dabei wird in vorhersehbare und nicht vorhersehbare Betriebstörungen unterschieden. Mögliche Belastungen gibt es aber 3.000 und Grenzwerte nur für 36 Belastungen. Viele Wasserwerke untersuchen deswegen unabhängig die Qualität des Wassers und leiten Gegenmaßnahmen ein, dazu verpflichtet werden sie jedoch nicht.

Reines Trinkwasser?

Geht man davon aus, das für die 36 Belastungen wie Quecksilber, Brom oder Blei die Werte nicht überschritten werden handelt es sich aus Sicht der Wasserwerke um reines Trinkwasser. Da aber Grenzwerte der WHO überschritten oder nicht eingehalten werden oder nur auf Leitwerten basieren die als Empfehlungen zu verstehen sind und dem Normalbürger keine Mittel zur Verfügung stehen um die Qualität des Wasser zu überprüfen, kann man die Qualität des Trinkwassers nur subjektiv für sich selbst beurteilen.

Was kann man dagegen tun?

Ist man der Meinung etwas dagegen unternehmen zu müssen, steht man nicht alleine da. Foodwatch konnte schon knapp 16.000 Bürger zur Mitmach-Aktion “Grenzwerte für Uran im Wasser” animieren. Wenn Sie auch dazu gehören, kann man nur empfehlen Leitungswasser zu filtern, bevor man es als Nahrungsmittel zum Verzehr benutzt. Abkochen tötet nur Keime und ist daher nicht sehr wirksam. Bei organischen Verbindungen die sich im Wasser gelöst haben und teilweise auch bei Schwermetallbelastungen reicht auch schon ein Aktivkohlefilter. Medizinische Rückstände und Hormone lassen sich aber nur mit einer Umkehrosmoseanlage reinigen.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Trinkwasserverordnung
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/trinkwasser/index_ger.html
http://www.dwa-nb102-hessen.de/downloads/merkblattbetriebsstoerungen.pdf
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/mitmach_aktion/index_ger.html

[Advertorial]

Trackbacks/Pingbacks

  1. Euromedquality » Blog Archive » Aufpassen beim Trinkwasser - 11. August 2011

    [...] vorgeschriebener Grenzwert für Uran in Trink- und Leitungswasser, obwohl die toxische Wirkung von Uran im Trinkwasser seit langem bekannt ist. Das soll sich jedoch zum Ende des Jahres ändern. Ab November 2011 soll [...]