Das gemeinsame Haushaltskonto

Erfahren Sie, wie Sie ein gemeinsames Konto eröffnen, um Ihre Kosten im Griff zu halten.

Mein Mann und ich leben nun schon seit vielen Jahren zusammen und haben seitdem immer jeder ein eigenes Gehaltskonto geführt. Jeder zahlte für sich mal die eine oder andere Rechnung und am Monatsende gab es schließlich einen Kassensturz über alle Ausgaben. Bei dem wurde der gerechten Verteilung wegen, alle Ausgaben zusammengerechnet und wer mehr bezahlt hatte, bekam vom anderen einen Ausgleichsbetrag auf sein Girokonto überwiesen. Dieser Praxis waren wir spätestens nach unserem Hausbau vor 7 Jahren endgültig überdrüssig. Denn in dieser Zeit mussten so viele gemeinsame Rechnungen beglichen werden, dass wir uns für ein gemeinsames Haushaltskonto entschieden haben. Welche Überlegungen wir vor der Eröffnung eines gemeinsamen Haushaltskontos anstellten und was für Erfahrungen wir mit unserem Konto bei der DKB gemacht haben, davon berichten wir auf dieser Seite.

Was ist ein Haushaltskonto?

Ein Haushaltskonto ist nichts anderes als ein normales Girokonto, das einige Banken für die Verwendung von gemeinsamen Finanzen anbieten. Es ist also ein normales Sichtkonto, von dem Zahlungen zu Gunsten und zu Lasten gebucht werden können. Das Besondere dabei ist, dass jeder Kontoinhaber den vollen Zugriffauf alle Funktionen des gemeinsamen Kontos und eine eigene EC- und auf Wunsch auch Kreditkarte erhält. Die Kontoinhaber verfügen somit gemeinsam über alle Rechte aber auch über die Pflichten, die diese Kontoführung mit sich bringt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Haushalts- und einem Gehaltskonto?

Die Art des Kontos macht keinen Unterschied, denn es handelt sich in beiden Fällen um ein Girokonto. Die Verwendungsart macht hier allein den Unterschied aus. Jeder Arbeitnehmer benötigt heute ein Gehaltskonto, damit der Arbeitgeber ihm sein Gehalt zahlen (überweisen) kann. Das Haushaltskonto dient lediglich dem Zweck die notwendigen gemeinsamen Ausgaben über ein spezielles Konto abzuwickeln. Theoretisch kann man jedoch auf beiden Konten Überweisungen tätigen, Lastschriften vereinbaren, Daueraufträge einreichen und natürlich (Gehalts-) Zahlungen empfangen. Gehaltskonten bieten häufig noch den einen oder anderen Mehrwert an wie Tagesgeld oder ein Depot.

Für wen macht ein Haushaltskonto Sinn?

Im Grunde macht ein Haushaltskonto für alle Diejenigen einen Sinn, die sich zu einer Lebensgemeinschaft zusammengefunden haben und somit auch häufig die gemeinsamen Kosten des Alltags zusammen tragen. Aber auch Singles kann ein Haushaltskonto zu einem guten Überblick über  ihre Ausgaben verhelfen. Von der Miete über Lebenshaltungskosten bis hin zu Versicherungs- oder Vereinsbeiträgen, Telefonrechnungen oder Kosten für Reparaturen – all diese Verbindlichkeiten können von diesem einen Konto beglichen werden.

Wozu dient ein Haushaltskonto?

Ein Haushaltskonto rechnet sichEin solches Gemeinschaftskonto kann, wie früher ein sogenanntes Haushaltsbuch, zur Übersicht und Kontrolle der monatlichen Ausgaben beitragen. Denn von diesem Konto gehen in der Regel alle Kosten des täglichen Bedarfs ab. Da jeder Kontoinhaber Zugriff auf die gemeinsame Bankverbindung hat, kann man die monatlichen Ausgaben im Blick behalten und sich gegenseitig disziplinieren, wenn einer die Geld-Karte mal allzu locker in den Fingern hat. Auf einem Haushaltskonto mischen sich nicht alle Beträge, wie auf einem normalen Girokonto. Vorausgesetzt man hält sich an den vereinbarten Verwendungszweck, den des gemeinsamen Haushaltsbedarfes. Dazu gehören nicht die „Bedürfnisse“ des Einzelnen wie der nächste Kinobesuch, das gerade angesagte Mobiltelefon oder neue Kleidung – dazu hat ja jeder noch sein persönliches Gehalts- oder Girokonto.

Wofür kann die Führung eines zusätzlichen Haushaltsbuches nützlich sein?

Ein Haushaltskonto ist nützlichBevor man ein Haushaltskonto eröffnet, kann es hilfreich sein, erst einmal ein Haushaltsbuch zu führen – das kann ein tatsächliches Buch, eine Exceltabelle oder auch eine webbasierte Lösung (App) sein – um sich einen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Oft ist das der erste und auch beste Weg, um Ordnung in die privaten Finanzen zu bekommen. Wer planlos Geld ausgibt ohne kritischen Blick auf Soll und Haben läuft Gefahr, über seine Verhältnisse zu leben und sich somit unter Umständen hoch zu verschulden. Wer aber genau weiß, wie viel Geld ihm zur Verfügung steht und wann Rechnungen in welcher Höhe fällig werden, der kann ganz anders mit seinem Geld planen. Dann bleibt auch mal am Monatsende etwas übrig, das man sparen und später für größere Anschaffungen einsetzen kann, ohne gleich teure Kredite in Anspruch nehmen zu müssen. Ein Haushaltsbuch kann also eine gute Übung für die Führung eines Haushaltskontos sein.

Unser Tipp: Die Sparfunktion der DKB

Wir nutzen eine unserer Kreditkarten, die zum Leistungsumfang unseres Haushaltskontos bei der DKB gehört, als „Sparbuch“. Bei vielen Banken erhält man nämlich bessere Zinsen für Guthaben auf der Visa-Karte als auf einem konventionellen Tagesgeldkonto. Bei der DKB kann man z.B. alles was am Monatsende noch an „Plus“ auf dem Haushaltkonto ist, automatisch auf die Kreditkarte überweisen. Sie dient uns als Urlaubskasse, die sich so übers Jahr stetig füllt.

Wie setzen sich Haushaltskosten zusammen?

Haushaltskosten setzen sich aus Fixkosten und veränderlichen Kosten zusammen. Fixkosten sind, wie es der Namen schon sagt, Verbindlichkeiten mit festen Beträgen, die regelmäßig anfallen. Sie sind klar kalkulierbar und schnell in ihrem Umfang ermittelt.

Fixkosten

Fest planbare Verbindlichkeiten
  • Mietkosten Kreditraten Kommunikationskosten Gebühren Beiträge Versicherungen Energiekosten (Kosten p.a. festgesetzt) Dienstleistungen

Beispiele

Beispiele, die jeder kennt
  • Haus, Wohnung, Tiefgarage Eigentum oder PKW Telefon, Internetanschluss, Kabelnetz Abwasser, Müll, GEZ Verein, Verband Hausrat, Haftpflicht, Auto Strom, Gas, Öl Fensterputzer, Gärtner
Zusammensetzung der HaushaltskostenEtwas schwieriger gestaltet sich die Ermittlung der veränderlichen Kosten. Diese Verbindlichkeiten fallen ebenfalls regelmäßig an, sind aber in ihrer Höhe variabel. Für diesen Posten sollte man den monatlichen Kostenrahmen hinreichend hoch ansetzen, weil eben nicht in jedem Monat gleich viele Kosten anfallen. An manchen Monatsenden wird sicherlich etwas Geld übrigbleiben, an anderen wird dieser Überschuss wieder aufgebraucht, so dass das Konto letztendlich ausgeglichen bleibt.

Variable Kosten

Schwieriger zu planende Verbindlichkeiten
  • Lebensmittel Haushaltsware Haushaltsinvestitionen Reparaturen Betriebskosten Auto Urlaub

Beispiele

Beispiele, die jeder kennt
  • Discounter, Wochenmarkt, Drogerie, Apotheke Verbrauchsmaterial, Kleinteile, Dekoration Elektrogeräte, Kleinmöbel Heizung, Elektro, Renovierung Treibstoff, Reparaturen, Zubehör Rücklagen

Wer zahlt was oder wieviel ein?

Haushaltskonto und SparenWenn man die Kosten für den gemeinsamen Haushalt ermittelt hat, werden sie je nach Einkommenssituation prozentual auf die Parteien aufgeteilt und jeder überweist monatlich per Dauerauftrag seinen Teil vom Gehaltskonto auf das Gemeinschaftskonto. Für alle weiteren Transaktionen rund um den Haushalt wird dann dieses Konto als Bankverbindung genutzt.

Wer

Wer zahlt ein
  • Partnerschaften, mit annähernd gleichem Einkommen Partnerschaften, mit ungleichen Einkommen Alleinverdiener mit Familie Wohngemeinschaften Singles

Wie

Beispielverhältnisse
  • Einzahlung zu jeweils gleichen Teilen 50:50 Je nach Einkommen in Anteilen z.B. 70:30 Einzahlung zu 100% von einer Person Gleichen Teile z.B. 25:25:25:25 Einzahlung zu 100% von einer Person

Was zeichnet ein gutes Haushaltskonto aus?

Ein Konto, das man für den täglichen Bedarf nutzen möchte, sollte vor allem komfortabel und kostenlos sein. Das entlastet schon mal die Haushaltskasse! Es gibt aber noch weitere Kriterien, die zur Benutzerfreundlichkeit beitragen.

Kriterien für ein Gemeinschaftskonto

  • Einfaches Onlinebanking sichert tägliche Verfügbarkeit
  • Kostenlose EC-Karte für jeden Kontoinhaber
  • Alternativ eine Girokarte (girocard oder V Pay Card)
  • Kostenlose Kreditkarte für jeden Kontoinhaber
  • Kostenlose Geldabhebung an möglichst vielen Ausgabestellen
  • Kostenlose Transaktionen wie Lastschriften und Daueraufträge
  • Zinsen auf Guthaben
  • Gewährung eines variablen Sofortdispositionskredits
  • Moderate Gebühren für die Gewährung eines Dispokredits

Haushaltskonto online oder doch ein Haushaltskonto bei einer Filialbank

Im Grunde verwischen heute die Grenzen und Unterschiede zwischen Direkt- und Filialbanken. Viele klassische Bankinstitute bieten ihren Service inzwischen auch online an. Das Online-Banking ist somit keine reine Domäne der Direktbanken mehr. Wer also auf den persönlichen Kontakt zu einem Bankmitarbeiter nicht verzichten möchte und seine Bankgeschäfte dennoch bequem von zu Hause aus regeln will, für den macht ein Konto bei einer Filialbank sicherlich Sinn. Direktbanken können dafür ihre Produkte oftmals günstiger anbieten, weil der teure Filialbetrieb entfällt. Ein Vergleich der jeweiligen Konditionen lohnt auf jeden Fall. Es gibt aber auch Direktbanken, die Services von Filialbanken anbieten. So kann zum Beispiel ein Kunde der Norisbank kostenlos Geld über die Einzahlungsautomaten der Deutschen Bank auf sein Onlinekonto einzahlen. Häufig ist auch der Leistungsumfang von Direktbanken höher als bei Filialbanken. Neben der reinen Kontoführung bieten Onlinebanken oft noch die kostenlose Nutzung eines Tagesgeldkontos bis hin zum Wertpapierdepot an.

Wie sicher ist ein online geführtes Haushaltskonto?

Die vom Gesetz vorgeschriebene Grundabsicherung der Kundeneinlagen für solche Konten wird durch die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschland GmbH (VÖB) gewährleistet. Da häufig reine Online-Banken die Möglichkeit, ein kostenfreies Girokonto zu beantragen, anbieten, gelten für die Kontonutzung also das Onlinebanking die üblichen Sicherheitsmaßnahmen.

Sicherheitsmaßnahmen bei einem Online-Konto

  • Gehen Sie sorgsam mit Ihrer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) für das Onlinebanking, das Telefonbanking, den Geldautomaten oder die Kreditkarte um. Die PIN-Nummern gehören nicht in die Geldbörse, sollten nicht offen zugänglich herumliegen und haben auch nichts auf Ihrem PC zu suchen. Halten Sie diese Nummern unter Verschluss und besonders getrennt von Ihren persönlichen Daten.
  • Für Ihre TAN-Liste gelten die gleichen Sicherheitsmaßnahmen. Verwahren Sie die Liste nach der Benutzung (Transaktionslegitimierung) sicher auf.
  • Achten Sie beim Onlinebanking darauf, dass Ihre Daten verschlüsselt übertragen werden. Das erkennt man am https und dem Vorhängeschloss in der Adresszeile des Browsers.
  • Reagieren Sie nicht auf E-Mails von Ihrer vermeintlichen Bank, in denen Sie Links anklicken oder Daten eingeben sollen. Dabei handelt es sich in der Regel um Phishing-Mails. Rufen Sie im Zweifelsfall lieber bei Ihrer Bank an und fragen Sie nach evtl. Problemen.
  • Kriminelle lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, um an Ihre Daten zu gelangen. Trojaner oder gefälschte Seiten sind nur zwei Möglichkeiten. Wenn Ihnen beim Onlinebanking irgendetwas komisch vorkommen sollte, sei es bei der üblichen Durchführung Ihres LogIns oder anderen Abweichungen, dann brechen Sie den Vorgang sofort ab und informieren Sie Ihre Bank. Danach müssen Sie umgehend Ihr Passwort ändern oder Sie bekommen eine neue PIN zugeschickt.
  • Loggen Sie sich nach Möglichkeit nur von Ihrem privaten Rechner aus in das Onlinebanking-Portal Ihrer Bank ein. Auf einem öffentlichen Rechner wie beispielsweise in einem Internetcafé ist man nie ganz sicher, ob diese Aktivitäten nicht aufgezeichnet werden – etwa durch Viren.
  • Lassen Sie regelmäßig ein Antiviren-Programm über Ihren Rechner laufen und achten Sie auf eine aktuelle Version Ihrer Firewall.
Sorgen Sie beim Abheben von einem Bankautomaten dafür, dass Ihnen niemand beim Eintippen Ihrer PIN zusehen kann. Mit diesen Tipps ist Onlinebanking sehr sicher, denn die höchste Gefährdung für ein Onlinekonto geht immer noch vom Nutzer und seinem Umgang mit den Daten aus!
Haushaltskonto als Onlinekonto

Wer kann ein solches Haushaltskonto eröffnen?

Bei einer Kontoeröffnung gibt man eine rechtlich bindende Willenserklärung ab. Das kann jeder voll geschäftsfähige Bürger – und das ist man in Deutschland automatisch mit der Volljährigkeit und wenn man dazu im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist. Bei vielen Kontoanbietern wird für die Eröffnung eines Haushaltskontos außerdem ein fester Wohnsitz in Deutschland vorausgesetzt. Alter und Wohnsitz werden durch die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses mit aktueller Meldebestätigung belegt. Minderjährige dürfen dagegen nur mit der Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten ein eigenes Girokonto beantragen.

Voraussetzungen:

  • Volljährigkeit (ab 18 Jahren)
  • Wohnsitz in Deutschland
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung

Wie eröffne ich ein Online-Haushaltskonto?

Der Weg zum HaushaltskontoViele Kontoanbieter sind Online-Banken. Über eine Hotline oder per E-Mail kann man mittlerweile bei fast allen Online-Banken Informationsmaterial oder Antragsunterlagen anfordern. Der Kontoeröffnungsantrag wird häufig auch als Download oder als einfach auszufüllendes Online-Formular auf den Seiten der Kontoanbieter zur Verfügung gestellt. Wer keinen Drucker besitzt oder wenn der Antragslink nicht funktionieren sollte, kann sich die Antragsunterlagen auch per Post zusenden lassen. In dem Kontoeröffnungsantrag gilt es verschiedene Angaben zu machen:

  1. Zur Person / zum Personenstand
  2. Zum Wohnort / zur Wohnsituation (Miete, Eigentum usw.),
  3. Zur aktuellen Beschäftigung und zu den Einkommensverhältnissen

Im weiteren Verlauf werden in dem Eröffnungsantrag für ein Gemeinschaftskonto auch die Daten für den zweiten Kontoinhaber abgefragt. Hat man alles vollständig ausgefüllt, muss man die Bedingungen bestätigen:

  1. Einverständniserklärungen für die Datenübermittlung (z.B. Bonitätsanfrage bei der Schufa)
  2. Die zugrunde liegenden Geschäfts- und Datenschutzbedingungen
  3. Mögliche Zusatzvereinbarungen, die sich aus der Nutzung des Haushaltskontos ergeben (z.B. Online-Banking)

Danach erhält man eine Antragsübersicht. Sind alle Angaben korrekt, druckt man den fertigen Antrag aus und unterschreibt diesen. Mit dem unterschriebenen Antrag und den dazugehörigen Post-Ident-Unterlagen geht man zu einer Post und lässt von einem Postmitarbeiter die eigene Identität überprüfen. Das geht ausschließlich bei einer richtigen Post, nicht bei einer Verkaufsstelle! In der Regel geschieht das Post-Ident-Verfahren über die Vorlage eines Personalausweises, aber auch ein gültiger Reisepass mit aktueller Meldebestätigung kann die Identität bezeugen.

Die Identifikationsprüfung gilt übrigens für alle Kontoinhaber! Haushaltskonto bei der FilialbankNach dem Post-Ident-Verfahren schickt der Postbeamte die Unterlagen an das Kontoinstitut zurück. Wenn alle Unterlagen korrekt ausgefüllt wurden und keine negativen Einträge bei der Schufa vorliegen, wird die Bank innerhalb von wenigen Tagen eine Bestätigung über die erfolgreiche Kontoeröffnung sowie alle restlichen Dokumente, die EC-Karten und gegebenenfalls die Kreditkarten per Post verschicken. Geheimnummer (PIN) und die TANs für die Online-Transaktionen werden dabei immer getrennt zugestellt. Sind alle Unterlagen komplett, kann man sofort über sein Haushaltskonto verfügen und mit dem Online-Banking beginnen. Wer sein kostenloses Gemeinschaftskonto lieber bei einem niedergelassenen Geldinstitut vor Ort eröffnen möchte, kann dies natürlich genauso unkompliziert tun. Die Formalitäten sind von Bank zu Bank unterschiedlich, wichtig ist auch in diesem Fall, dass die zukünftigen Kontoinhaber ihre Identität mittels rechtlich gültiger Papiere nachweisen. Das Post-Ident entfällt in diesem Fall, da die Bankmitarbeiter selbst legitimieren dürfen.

Warum muss bei der Kontoeröffnung eine Identifikationsprüfung stattfinden?

Wer möchte schon, dass in seinem Namen Straftaten begangen werden? Die Identifikationsprüfung bei der Kontoeröffnung dient vor allem der Verhinderung von Geldwäschetransaktion und anderer Straftatbestände. Zudem hat es natürlich auch steuerliche Gründe, denn das Finanzamt will immer sicher sein, dass ihm keine Steuereinnahmen durch mögliche Zinsgewinne etc. entgehen.

Unser Tipp: Der Video-Ident der DKB

Bei der DKB kann man ein Girokonto, das DKB-Cash, ganz einfach und bequem online von zu Hause aus eröffnen. Vorausgesetzt man hat seinen Wohnsitz in Deutschland. Mit der neuen Video-Identitätsprüfung entfällt der Weg zur Post. Man benötigt lediglich einen PC, ein Tablet oder Smartphone mit Webcam und Netzzugang. Täglich von 7-22 Uhr kann man so seinen Kontoantrag online ausfüllen und die Daten inkl. Personalausweis bzw. Reisepass per Video-Chat bestätigen lassen. Alternativ bieten einige Banken auch eine Legitimation mit dem neuen elektronischen Personalausweis an. Dafür benötigt man nur das neue Ausweisdokument und ein entsprechendes Lesegerät.

Welche Banken bieten ein kostenloses Haushaltskonto an? Welche ist die beste Bank davon?

Haushaltskonto bei welcher BankViele Banken bieten mittlerweile Gemeinschafts- oder Haushaltskonten an. Nicht alle sind kostenfrei und es gibt die unterschiedlichsten Konditionen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen gemeinsamen Haushalt zu führen, der sollte sich die Mühe machen, die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen. Onlinebanken bieten häufig ein Girokonten mit einem guten Leistungsumfang an, aber auch bei Niederlassungsbanken (klassische Geldinstitute) kann man fündig werden. Welche davon die beste Bank für gemeinsames kostenloses Haushaltskonto ist, muss jeder nach seinen eigenen Kriterien entscheiden. Wir haben für uns eine Entscheidung getroffen, die wir bedenkenlos empfehlen können.

Hier eine Übersicht mit kostenlosen Haushaltskonten:

netbank

0,00/€ pro Jahr
  • Name: Girokonto
  • Guthabenzins *: 0,02%
  • Dispozins *: 8,00%
  • Extras: kostenlose Mastercard Classic, Mastercard Platinum optional
  • Bargeldabhebung: 5 x kostenlos / Monat mit Mastercard Classic, an CashPool-GAA mit girocard kostenlos
  • Bargeldeinzahlung: Kostenlos bei Partnerbanken
Konto eröffnen

norisbank

0,00/€ pro Jahr
  • Name: Top-Girokonto
  • Guthabenzins *: 0,00 %
  • Dispozins *: 10,90%
  • Extras: kostenlose Mastercard, Wunsch-PIN
  • Bargeldabhebung: Ausland kostenlos, Inland CashGroup
  • Bargeldeinzahlung: Kostenlos an Geldautomaten der Deutschen Bank
Konto eröffnen
* Zinsätze sind variabel. Aktuelle Daten bei den Banken erfragen.

Prämiensysteme oder Cashback-Programme

Cashback-Programme beim HaushaltskontoEinige Anbieter von Gemeinschaftskonten bieten zudem noch weitere Mehrwerte für ihre Kontoinhaber an. So gibt es zum Beispiel Prämiensysteme oder Cashback-Programme, die über die Kreditkarten- oder Kontonutzung abgewickelt werden. Je nach Programm erhält man für Geldeingänge Punkte oder eine Einzahlung auf sein Konto (Cashback). Viele kennen das auch von Empfehlungsprogrammen („Kunden werben Kunden“) für die man auch Geld oder Punkte/Prämien erhält. Die DKB verknüpft das für Ihre Kunden ideal. So gibt es Punkte auf das DKB-Club-Konto gutgeschrieben, wenn man ein weiteres Konto eröffnet oder Freunde wirbt. Des Weiteren gibt es die Vorteilswelt, bei der man für Einkäufe bei Onlineshops, die der Vorteilswelt angeschlossen sind, den sogenannten Cashback erhält. Je nach Shop sind das bis zu 17%, die man nach Einkauf und Ablauf der Widerrufsfrist auf sein Girokonto gutgeschrieben bekommt. Dadurch kann man bei fast allen namhaften Onlineshops mit „Rabatt“ einkaufen.

Immer noch unentschlossen? Vielleicht helfen Ihnen unsere persönlichen Erfahrungen weiter.

 

Unsere Empfehlung:  Das kostenlose DKB-Cash Konto

Wir können das DKB-Cash-Konto der Deutschen Kreditbank (DKB) empfehlen – denn wir nutzen es selbst. Das Konto eignet sich hervorragend als gemeinsames Haushaltskonto, denn es bietet eigentlich alles, was zuvor aufgelistet wurde und hat u.a. folgende Vorteile:

  • Das DKB-Cash-Konto ist tatsächlich kostenlos (auch ohne Gehaltseingang), ohne Grund- oder Jahresgebühr.
  • Es fallen keine Transaktionsgebühren für Überweisungen, Lastschriften etc. an.
  • Über das Guthaben auf den Kreditkarten kann täglich ohne Kündigungsfrist verfügt werden.
  • Mit nur einem Login (jeder Kontoinhaber hat für sich einen separaten Online-Zugang) hat man einen kompletten Überblick über alle Konten. Bei uns sind es neben unseren persönlichen DKB-Gehaltskonten, das Gemeinschaftskonto für den Haushalt und unsere Immobilienfinanzierung sowie ein Depot.
  • Jeder von uns verfügt über eine kostenfreie EC- und VISA-Kreditkarte.
  • Mit der DKB-VISA-Card können wir weltweit an über 1.000.000 Automaten kostenfrei Geld abheben und bekommen zur Zeit 0,7% p.a. Zinsen* für Karten-Guthaben bis 300.000 Euro, darüber gibt es noch 0,3%.
  • Der Dispokredit, der uns bis 1.000 Euro sofort gewährt wurde, würde uns 6,9% Zinsen* p.a. kosten. Die Zinsen werden vierteljährlich abgerechnet.
  • Die Teilnahme an der DKB-Club Vorteilswelt bringt uns bis zu 17% Cashback auf unsere Onlineeinkäufe bei vielen Club-Partnern und wir können unsere DKB-Punkte (durch Freundschaftswerbung oder andere Transaktionen erworben) in attraktive Prämien umwandeln.
  • Es gibt übrigens im DKB-Club für jeden Euro Umsatz mit der Kreditkarte einen Punkt auf das Club-Konto!
* Zinsen sind variabel

Wer sich für das DKB-Cash Konto interessiert, aber noch unschlüssig ist, der kann sich hier noch einmal ein passendes Erklärvideo der DKB ansehen.

Wie macht Ihr das mit dem Haushaltskonto?

Okay zugegeben, das zuvor Erwähnte klingt natürlich erst einmal wie eine Lobhudelei und nicht viel anders als das typische „Marketinggerede“ der Banken. Aber ganz im Ernst: Wir sind tatsächlich total zufrieden mit der DKB als unsere Hausbank. Und gerade weil auch wir oft von Freunden und Bekannten die Frage gestellt bekommen, wie wir das mit dem gemeinsamen Haushaltskonto regeln, kam die Idee zu dieser Webseite. Angefangen hat eigentlich alles mit unserem neuen Haus, in das wir im Oktober 2007 eingezogen sind (ja, es gibt uns in Echt!). Wie am Anfang beschrieben, haben wir uns aber schon die Jahre zuvor mit dem ständigen Hin und Her des Geldtransfers, wer hat diesen Monat was bezahlt etc. herumgeärgert. Also haben wir uns im Sommer 2009 auf die Suche nach einer Bank gemacht, die ein kostenloses Girokonto anbietet, dass wir als Gemeinschaftskonto nutzen können. Überzeugt hat uns letzten Endes die DKB und so haben wir im Oktober 2009 unser Haushaltskonto bei der DKB eröffnet. Zu dem Zeitpunkt hatte aber noch jeder sein „normales“ Girokonto bei einer anderen Bank. Erst nach und nach sind wir in den vergangenen knapp fünf Jahren mit fast allen Bankgeschäften zur DKB gewechselt.

Lohnt sich der Wechsel zur DKB? Unsere Erfahrung mit der DKB ist positiv!

Für uns hat er sich gelohnt. Denn allein die Reduktion der ganzen Verwaltung ist schon sehr angenehm. Nachdem wir das Haushaltskonto eröffnet hatten und damit sehr zufrieden waren, hat Matthias im Dezember 2012 sein Gehaltskonto auch zur DKB umgezogen. 2013 kam dann das Depot dazu, seit Mitte 2014 haben wir unsere Anschlussfinanzierung für das Haus bei der DKB abgeschlossen (hier hat unsere Hausbank uns auch bessere Konditionen geboten als jeder Vergleich über Interhyp & Co.). Und seit Ende 2014 habe auch ich mein Gehaltskonto bei der DKB. Jetzt verwalten wir alles über einen Zugang, ohne das jeder von uns auf „seine Privatsphäre“ des eigenen Kontos verzichten muss, denn wir haben jeweils nur Zugriff auf die eigenen oder gemeinsamen Konten. Weder sieht Matthias mein Gehaltskonto, noch ich seines. Auch wenn das generell kein Problem für uns wäre. Aber es ist gut zu wissen, dass das alles sauber geregelt ist. Und natürlich nutzen wir die kostenlosen Kreditkarten als Zahlungsmittel und als Sparbüchse für unsere Urlaubskasse. Wir profitieren davon, überall kostenlos an jedem Geldautomaten an Bargeld zu kommen und natürlich von den attraktiven Zinsen. Sowohl für Guthaben als auch für eingeräumte Dispokredite oder eben die Immobilienfinanzierung. Selbst den „Online-Tresor“ für wichtige Dokumente nutzt Matthias bereits. Alles in allem passt die Entscheidung für das DKB-Cash Konto für uns einfach. Und wenn diese Seite dem einen oder anderen eine Entscheidungshilfe bietet, dann freut uns das. Solange wir mit der DKB zufrieden sind, lassen wir die Seite online. Wenn sich das mal ändern sollte, werden wir die Seite aktualisieren oder vom Netz nehmen 😉

Hier noch der Nachweis, dass wir tatsächlich unsere Konten bei der DKB haben:

Screenshot DKB Konto

Übersicht unserer Konten bei der DKB (ohne Heikes Girokonto)

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