Das klassische Gartenhaus ist aus Holz. Oder? Die Frage würden die meisten sicher mit „Ja“ beantworten. Aber warum baut man Gartenhäuser eigentlich aus Holz und nicht zum Beispiel aus Blech? Oder wie eine Garage aus Stein? Zuerst muss man festhalten, dass es sowohl für das Material Holz als auch Metall (meist werden Sandwichplatten eingesetzt) Vor- und Nachteile gibt.  Letzten Endes muss jeder selbst entscheiden, was ihm in Bezug auf Optik, Haptik oder auch Dauerhaftigkeit lieber ist. Und welchen Preis er letzten Endes bezahlen möchte. Denn ein klarer Vorteil für ein Gartenhaus aus Holz ist der günstigere Einstiegspreis.

Einsatzgebiet des Gartenhauses

Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, wofür man das Haus benötigt. Soll es ein Geräteschuppen werden, ein Fahrradunterstand oder doch vielleicht später einmal zu etwas anderem ausgebaut werden? Vielleicht auf dem Kleingartengrundstück als Wochenendresidenz? Das Einsatzgebiet spielt eine wichtige Rolle, denn Holz bietet eine ganz andere Atmosphäre als Metall. Es atmet, duftet und fühlt sich einfach anders an. Wenn in der „Blechhütte“ nur ein paar Gartengeräte stehen sollen, spielt die Haptik kaum eine Rolle. Aber wenn man sich am Wochenende, nach einer anstrengenden Arbeitswoche, in seinem Refugium erholen möchte, bei einem schönen kühlen Bier auf der Veranda unter dem Vordach sitzen möchte, dann „fühlt“ sich ein Haus aus Holz ein schöner an.

Argumente für ein Gartenhaus aus Metall

Die Bauweise in Sandwichform hat klare Vorteile. Der Wandaufbau ist meistens von vorneherein stärker als bei den Einstiegsholzhäusern. Ein Metallblech – meist gewellt oder mit Holzfugen ähnlichen Nuten – umschließt eine geschäumte Füllung, die gleichzeitig schall- und wärmeisolierend wirkt. Das Blech ist entweder kunststoffbeschichtet oder lackiert. Beide Beschichtungen kann man bei vielen Anbietern in Wunschfarbe erhalten. Oder selbst nach Wahl streichen oder besprühen.



Der größte Vorteil eines Metallhauses ist sicherlich, dass man die Wände nicht so oft streichen muss, wie eine Wand aus Holz. Je nach Art der Beschichtung werben die Hersteller damit, dass man „nie wieder streichen“ muss. Aufbau und Montage gehen bei einem solchen Haus ähnlich einfach von statten, wie bei einem Haus aus Holz. Die Wandelemente werden mit Nut und Feder geliefert, was eine einfache Montage ermöglicht.

Ein Wermutstropfen für ein Gartenhaus aus Metall ist sicher der Preis. Ob all die Vorteile des „nie wieder streichen müssens“ die hohen Einstiegskosten rechtfertigen muss sicher jeder selbst entscheiden. Ein Blechhaus mit den Maßen 2 x 2 Metern kommt aber gut auf knapp 3.000 € bei einschlägigen Onlinehändlern. In Bezug auf die Grundfläche oder Wandstärke vergleichbare Häuser aus Holz bekommt man da schon für die Hälfte.

Vorteile von Holz-Gartenhäusern

Der bereits erwähnte Preis ist sicher das kräftigste Argument für ein Gartenhaus aus Holz. Einstiegspreise zwischen 1.000 und 1.500 € für gute Holzhäuser sind möglich. Aufbau und Montage gehen in der Regel ebenfalls einfach von der Hand, selbst bei der Blockbohlenbauweise, die erfahrungsgemäß länger dauert, da man Bohle für Bohle aufeinanderstapeln muss. Da ein Holzhaus aber nicht geschraubt, sondern auch nur gesteckt wird, ist es ebenfalls jederzeit demontier- und andernorts wieder montierbar.

Das wichtigste Argument, das für ein Gartenhaus aus Holz spricht, ist aber sicher die Atmosphäre. Holz fühlt sich einfach angenehmer an. Holz ist wärmer und weicher. Zudem hat die oft rustikale Optik etwas uriges und heimeliges, wohingegen eine Blechwand irgendwie immer nach einem Industriebau aussieht. Holz ist auch einfach das schönere und natürlich wirkendere Material. Holz ist zudem ein leicht zu bearbeitender Werkstoff. Dadurch sind den Formen und Verzierungen eines Gartenhauses fast keine Grenzen gesetzt. Auch in Bezug auf den möglichen Innenausbau bietet Holz mehr Optionen. Ein Regal oder ein Kleiderhaken ist in Holz schneller und besser fixiert als  in einem dünnen Blech über einer Schaumfüllung.

 

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